Die Foto-Ausstellung in Essen erzählt die beeindruckende Geschichte der Sephardischen Juden am Bosporus seit ihrer Vertreibung aus Spanien 1492 bis heute.

Das Schicksal der Sephardischen Juden in der Türkei ist eine Geschichte heute aktueller denn je, denn sie zeigt wie Juden und Muslime friedlich zusammenleben und voneinander profitieren. In einer Fotoausstellung in Essen wird an die bewegte Geschichte der 1492 von der iberischen Halbinsel vertriebenen Juden erinnert.

Die Ausstellung zeigt vom 17. Septemer bis zum 3. November, wie aus Vertreibung neue Heimat wurde und wie sehr das beherzte Eingreifen weniger, die Geschichte veränderte. Außerdem gewährt sie Einblicke in die Zustände der Flucht der sephardischen Juden aus dem Spanien des 15. Jahrhunderts, beschreibt die Bedingungen ihrer Einreise in das damalige Istanbul und dokumentiert Facetten des zivilgesellschaftlichen Lebens der sephardischen Juden in der Bosporusmetropole bis in die heutige Zeit.

„Im Schatten der Feigenbäume und Weinreben…“

Im Original befindet sich die Ausstellung als Dauerausstellung in Istanbul im Quincentenial Foundation Museum of Turkish Jews. Der Ruhrdialog e.V. in Kooperation mit der Alten Synagoge Essen bringt nun diese Ausstellung als Wanderausstellung nach Deutschland, um die Geschichte der Sephardischen Juden möglichst auch in hierzulande zu erzählen.

Im November 2012 veranstaltete der Süddialog e.V. im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus und dem Jüdischen Museum Istanbul erstmals die Ausstellung „Im Schatten der Feigenbäume und Weinreben – 500 Jahre Sephardisches Judentum am Bosporus“. Nun ist die Schau als Wanderausstellung auf dem Weg durch mehrere deutsche Städte.