Syrische Flüchtlinge stehen am 20.06.2017 an einem syrisch-türkischen Grenzübergang in Kilis (Türkei). Nach der Entscheidung der türkischen Regierung die Grenzen zu Syrien anlässlich des Fastenmonats Ramadan zu öffnen, sind seit Anfang Juni 114.000 Syrer in ihre Heimat zurückgekehrt. 30.000 überquerten die Grenze am Grenzübergang Öncüp·nar in Kilis und 84.000 am Grenzübergang Cilvegözü in Hatay. Um bei der großen Zahl an Rückkehrern die Sicherheit gewährleisten zu können, hat die türkische Regierung die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Außerdem wurden Zelte aufgestellt, um die Flüchtlinge vor der Sonne zu schützen. Hilfsorganisationen verteilen zum Fastenbrechen Essenspakete. Foto: Resit Celebioglu/Depo Photos
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Anlässlich der bevorstehenden Ramadan-Feiertage sind tausende syrische Flüchtlinge in der Türkei zum Verwandtenbesuch in ihr Heimatland zurückgekehrt. Am Dienstag bildete sich vor dem Grenzübergang Öncüpinar in der Provinz Kilis eine lange Schlange, wie auf Bildern zu sehen war. Das Fest des Fastenbrechens markiert das Ende des Fastenmonats Ramadan und dauert in der Türkei von Sonntag bis einschließlich Dienstag.

Die Grenzen der Türkei zu Syrien sind generell geschlossen. Der Gouverneur in der Stadt Kilis hatte den vorübergehenden Grenzübertritt jedoch anlässlich des Ramadans erlaubt. Dazu müssen die Flüchtlinge den Zeitrahmen vom 13. bis 23. Juni einhalten und entsprechende Dokumente vorweisen, wie aus einer Erklärung des Gouverneursamts hervorgeht. Nach Angaben der Zeitung «Hürriyet» von Freitag haben in den ersten vier Tagen schon rund 10 000 Syrer die Grenze überquert. Die Rückkehr ist ebenfalls geregelt und nur zwischen dem 28. Juni und 14. Juli möglich.

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Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 hat die Türkei nach offiziellen Angaben rund drei Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufgenommen.

dpa

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