Kenan Karaman war in der Türkei mehrmals negativ getestet worden, nun folgte ein positiver Test. Damit fällt der Stürmer in der Endphase der Saison aus. Sehr zum Ärger seines Vereins. Foto: Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorfs türkischer Angreifer Kenan Karaman ist nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft positiv auf Corona getestet worden.

Der 27-Jährige befindet sich nun in häuslicher Quarantäne und fällt für das Spiel bei Darmstadt 98 am Ostersonntag aus. Das gab der Fußball-Zweitligist am Freitag nach einer PCR-Testung am Donnerstag bekannt. Demnach seien der restliche Kader und die Betreuer der Fortuna nicht betroffen.

Schon während der Länderspielpause hatten die Rheinländer Kenntnis über Corona-Infektionen bei den Türken erlangt. Karaman, der in der Türkei mehrfach negativ getestet worden sein soll, sei deshalb nach seiner Rückkehr gar nicht erst mit Fortuna-Verantwortlichen oder anderen Spielern in Kontakt gekommen.

Karaman hatte bereits eine Lungenerkrankung

Coach Uwe Rösler hat bereits mit seinem Offensivspieler gesprochen. „Das geht nicht spurlos an ihm vorbei nach der Lungenerkrankung, die er hatte. Wir sind alle in Gedanken bei Kenan und hoffen, dass sich die Symptome in Grenzen halten“, so Rösler.

Sport-Vorstand Klaus Allofs zeigte sich sehr „verärgert“: „Der Vorfall zeigt, dass Abstellungen zu Nationalmannschaften während der Pandemie mit einem großen Risiko verbunden sind. Kenan wird uns jetzt für mehrere Spiele fehlen, nachdem er uns schon gegen den VfL Bochum trotz einer ersten Zusage des türkischen Verbandes nicht zur Verfügung stand.“

Der Stürmer war in allen drei Länderspielen der Türkei zum Einsatz gekommen. Dabei gelang ihm auch ein Tor. Gegen Lettland erzielte er den Führungstreffer.

dpa/dtj