Die Hisbollah hat bestätigt, dass die israelische Luftwaffe im Osten des Libanon einen Angriff auf Ziele der Schiiten-Bewegung durchgeführt hat.

Nach anderthalbtägigem Schweigen hat die pro-iranische Schiiten-Bewegung Hisbollah einen israelischen Luftangriff auf ihre Stellungen im Osten des Libanons bestätigt. „Die feindlichen Flugzeuge (…) verursachten lediglich materiellen Schaden und keine Opfer unter Menschen“, hieß es in einer Stellungnahme der Organisation, die am Mittwoch in Beirut verbreitet wurde.

Israelische Kampfflugzeuge hatten in der Nacht zum Dienstag Hisbollah-Stellungen an der syrisch-libanesischen Grenze bombardiert. Israel hatte dies offiziell nicht kommentiert. Ein Militärexperte der israelischen Nachrichtenseite „ynet“ schrieb am Dienstag, der Angriff habe offenbar einer Lieferung ballistischer Raketen aus Syrien an die Hisbollah gegolten.

Verbreitung von modernen Waffen sorgt für Unruhe

Die Hisbollah verfügt über einen gutausgebildeten militärischen Arm und kämpft in Syrien an der Seite des Assad-Regimes gegen die verschiedenen Rebellengruppen. Das Regime stützt sich zunehmend auf die Schlagkraft der Eliteeinheiten der Hisbollah, so etwa bei der Eroberung des strategisch wichtigen Grenzgebiets um „al-Qusair“ im Frühjahr 2013 oder bei momentan laufenden Regime-Offensive in der Qalamoun-Region nahe der Hauptstadt Damaskus.

Bereits am 5. Juli griff Israel mit Luftschlägen mehrere Ziele in Syrien an. Medienberichten zufolge waren damals Lenkwaffenbestände, die Russland zuvor an das syrische Regime geliefert hatte, Ziel der israelischen Luftwaffe gewesen. Israel fürchtet die Verbreitung moderner syrischer Waffensysteme in der Region.

Die Verbreitung von modernen Waffen stellt im Syrienkonflikt eine reale Gefahr dar. Einem Bericht der „Zeit“ zufolge hat der US-Kongress in einer geheimen Abstimmung die Finanzierung von Rüstungslieferung an „moderate Rebellen“ gebilligt. Dem Bericht zufolge geht um Infanteriewaffen und moderne Panzerabwehrraketen. Auf verschiedenen Videoplattformen kursieren bereits Videos von Rebellen, die mithilfe von Panzerabwehrraketen (bsp. der sog. „Konkurs“) Panzer der Regimetruppen zerstören. (dpa/dtj)

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