Ein Model des Bet- und Lehrhauses, das «House of One», steht am 03.06.2014 in Berlin auf dem Petriplatz. Dort soll ab 2015 ein Sakralbau errichtet werden, in dem sich eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee befinden. Ein gemeinsamer zentraler Raum der Begegnung soll zur Diskussion und zum Kennenlernen einladen. Mit dem Verkauf von Ziegelsteinen im Wert von zehn Euro werden Spenden gesammelt.
House of One

Das Projekt des interreligiösen Bet- und Lehrhauses „House of One“ in Berlin-Mitte kommt voran. Er hoffe, dass Anfang 2019 der Grundstein gelegt werden könne, sagte der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge am Dienstag in Berlin. Er äußerte sich nach einem Treffen mit dem Berliner Senat.

Nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) prüft der Senat derzeit, ob das Baugrundstück aus Landesbesitz in das Vermögen der Trägerstiftung übergeht oder in Erbpacht zur Verfügung gestellt wird. Müller übernahm die Schirmherrschaft über das Projekt.

Träger sind die Evangelische Kirchengemeinde Sankt Petri-Sankt Marien, die Jüdische Gemeinde zu Berlin, das Abraham Geiger Kolleg und der muslimische Verein „Forum Dialog“. Sie planen ein Gotteshaus mit getrennten Gebetsräume für Juden, Christen und Muslime sowie einen gemeinsamen Raum der Begegnung. Nach einem Architekten-Wettbewerb liegt ein Entwurf vor, der einen Ziegelbau in kubischen Formen vorsieht. Der Name „House of One“ (Haus des Einen) bezieht sich auf den Glauben der beteiligten Religionen an einen Gott.

Die Stiftung veranschlagt die Kosten auf 43 Millionen Euro. Der Bund sicherte bereits 2,2 Millionen Euro zu, das Land Berlin weitere 1,2 Millionen Euro. Darüber hinaus spendeten private Unterstützer aus aller Welt bislang rund 2,1 Millionen Euro. Der Bau soll im Stadtzentrum auf den Fundamenten der kriegszerstörten evangelischen Petrikirche errichtet werden.

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KNA/gor/wil/cas