Myanmar: Schon 270 000 Rohingya-Muslime geflohen

Die Gewaltwelle in der Unruheregion Rakhine in hat schon mehr als eine Viertelmillion Menschen in die Flucht getrieben. In Bangladesch seien in den vergangenen zwei Wochen mindestens 270 000 aus dem Nachbarland eingetroffen, berichteten die Vereinten Nationen am Freitag in Genf. Das sind rund 100 000 mehr als bislang angenommen. Der Grund: Viele Menschen kampierten an Straßen und in Feldern, und die Hilfsorganisationen hätten heute einen besseren Überblick als noch vor wenigen Tagen, sagte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR).

UNHCR: wird seit Jahrzehnten diskriminiert

Die Rohingya sind eine im überwiegend buddhistischen Myanmar in Südostasien verfolgte muslimische Minderheit. «Die Rohingya sind eine staatenlose muslimische Minderheit, die in Myanmar seit Jahrzehnten mit Diskriminierung und extremer Armut konfrontiert ist», sagte UNHCR-Sprecherin Duniya Aslam Kahn. Am Donnerstag hatte das Flüchtlingshilfswerk noch von 164 000 geflohenen Rohingya gesprochen.

Die türkische First Lady hatte zusammen mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu die Flüchtlingscamps in Bangladesch besucht und ihnen Hilfspakete zukommen lassen.

dpa/
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