Myanmar: Zehntausende muslimische Rohingya auf der Flucht

Die jüngste Gewalt in der Unruheregion Rhakine in hat womöglich zehntausende Menschen in die getrieben.

Rund 18 000 muslimische seien nach Schätzungen bereits über die Grenze nach Bangladesch gekommen, sagte eine Mitarbeitern der Internationalen Organisation für (IOM) in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka am Mittwoch. Tags zuvor hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) von 5200 Flüchtlingen gesprochen.

Die neuen Zahlen aus Bangladesch seien bislang nicht belegt, betonte ein IOM-Sprecher in Thailand. Die Ankömmlinge würden nicht formell registriert, es handele sich um Schätzungen verschiedener Hilfsorganisationen. Im Grenzgebiet sollen weitere zehntausende Menschen nach Fluchtmöglichkeiten suchen. Bangladesch beherbergt nach eigenen Angaben bereits 400 000 Rohingya, die in den vergangenen Jahren über die Grenze kamen.

schon seit dem frühen 19. Jahrhundert im Land

Die wird im buddhistischen Myanmar verfolgt und ausgegrenzt. Rund eine Million der 52 Millionen Einwohner des Vielvölkerstaats sind Rohingya. Vergangene Woche überfielen militante Rohingyas Polizei- und Militärposten. Dabei und beim Gegenschlag der Sicherheitskräfte kamen nach Schätzungen rund 100 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen Rohingyas. 

Die mehr als eine Million Rohingya gelten im buddhistischen Myanmar als illegale Einwanderer, obwohl viele schon im frühen 19. Jahrhundert mit den britischen Kolonialherren ins Land kamen. Den meisten wird die Staatsbürgerschaft verweigert. Der Großteil der buddhistischen Bevölkerung unterstützt diese Politik. Es kam in den vergangenen Jahren mehrfach zu Unruhen mit Dutzenden Toten. Zehntausende Rohingya wurden seitdem in Internierungslager gezwungen.

Vorsicht ist dennoch bei der Verbreitung von angeblichen Bildern aus der Region geboten. Dazu hat eine türkische Webseite tolle Recherche-Arbeit geleistet: https://teyit.org/arakandaki-musluman-katliamindan-oldugu-iddiasiyla-paylasilan-13-yanlis-goruntu/

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dpa/dtj