Altan-Brüder
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Die türkische Journalistin Nazlı Ilıcak und die Altan-Brüder werden nicht aus der Untersuchungshaft entlassen. Das entschied das 26. Istanbuler Strafgericht am dritten Prozesstag. Neben den prominenten Journalisten und Akademikern bleiben drei weitere Journalisten ebenfalls weiterhin in Haft. Den Angeklagten droht im Fall einer Verurteilung lebenslange Haft wegen versuchten Umsturzes der Regierung. Die Fluchtgefahr sei zu groß, so das Gericht. Der Prozess wird am 11. Dezember fortgesetzt. Ilıcak wird in den türkischen Medien als Propagandistin der Gülen-Bewegung beschuldigt. Ilıcak selbst sagte vor Gericht aber, dass sie immer gegen einen Putsch war und der Bewegung niemals gedient hätte.

Der Journalist Mehmet Altan beschwert sich hingegen, dass er weiterhin ohne Beweise in U-Haft bleiben muss:

 

Auch sein Bruder, der Akademiker, Ahmet Altan kritisierte den Staatsanwalt und den Prozess:

Vorwurf an Altan-Brüder: «unterschwellige Botschaften» in TV-Sendung

Den Altan-Brüdern wird nach früheren Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vorgeworfen, in einer Live-Fernsehsendung «unterschwellige Botschaften» über den damals noch bevorstehenden Putschversuch verbreitet zu haben. An der Sendung hatte auch Ilıcak teilgenommen.

 

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