Der türkische Schriftsteller und Literatur-Nobelpresiträger Orhan Pamuk gehört zu den einflussreichsten Meinungsführern der Welt. Zumindest sieht das die Huffington Post so. Pamuk belegt in einem Ranking den vierten Platz, das auf einer Studie basiert, für die internationale Diskussionen im Internet analysiert wurden. Auf den Plätzen davor sind Papst Franziskus, Paulo Coelho und Muhammed Yunus zu finden. Auf Orhan Pamuk folgt Edward Snowden.

Die Liste geht auf The World Post sowie das Züricher Gottlieb Duttweiler Institut zurück. Sie haben sie anhand der Analyse weltweiter Online-Gespräche ermittelt. Mit anderen Worten: Sie haben analysiert, welche Namen weltweit am meisten in sozialen Medien vorkommen und diskutiert werden. Dazu wurden nicht nur englischsprachige Seiten, sondern auch deutsch-, spanisch- und chinesischsprachige Diskussionen untersucht. Als Ergebnis ist der Index der Einflussreichsten Meinungsführer entstanden.

Orhan Pamuk hat 2006 als erster Türke den Literaturnobelpreis erhalten und ist darüber hinaus für sein politisches Engagement bekannt, mit dem er in der Türkei schon oft aneckte. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Bücher „Schnee“ („Kar“, 2002), „Rot ist mein Name“ („Benim Adım Kırmızı“, 1998) und „Das Museum der Unschuld“ („Masumiyet Müzesi“, 2008). Zuletzt ist von ihm der Roman „Kafamda bir tuhaflık“ („Eine Sonderbarkeit in meinem Kopf“) erschienen.