Archivfoto: Papst Franziskus trifft eine Gruppe von Flüchtlingen, die von der Gemeinschaft Sant'Egidio aufgenommen wurde. Der Pontifex empfing an seinem 85. Geburtstag am Freitag vor zwei Wochen zehn Menschen in Rom, wie der Heilige Stuhl mitteilte. Die Migranten kommen aus afrikanischen Ländern und aus Syrien. Foto: Press Office Vatican/ANSA via ZUMA Press/dpa

Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, das Leid durch die Migration nicht zu ignorieren.

„Die Migration von heute ist eine Wirklichkeit, vor der wir nicht die Augen verschließen können“, sagte das 85 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche am Mittwoch. „Es ist ein gesellschaftlicher Skandal der Menschlichkeit“. Migranten seien Opfer politischer oder geschichtlicher Umstände und der Machtausübung heutiger „Tyrannen“, für die Menschen nichts zählten, erklärte er in der vatikanischen Audienzhalle vor zahlreichen Gläubigen weiter.

Im Pontifikat Franziskus‘ ist Migration ein zentrales Thema. In seiner Weihnachtsbotschaft gedachte er Menschen auf der Flucht. Das Mittelmeer, das viele Migranten in der Hoffnung auf ein besseres Leben in der EU überqueren, bezeichnete er im Sommer als „größtes Grab Europas“, da auf der Überfahrt zahlreiche Menschen sterben. Anfang Dezember besuchte er außerdem zum zweiten Mal die griechische Insel Lesbos, die zum Symbol der europäischen Flüchtlingskrise wurde.

dpa/dtj