Scheich Nazim Kibrisi.

Der türkisch-zyprische Muslimführer und Sufi-Scheich Nazim Kibrisi (bürgerlicher Name Mehmet Nazim Adil), der zuvor nach einem Nieren- und Lungenversagen einen Monat lang im Krankenhaus gelegen war, starb am Mittwochmorgen im Alter von 92 Jahren in Nikosia.

Scheich Nazim stand dem sufistischen Naqshbandi-Haqqani-Orden vor und war der 41. Scheich, der diesen geleitet hatte. Seine Anhängerzahl ging in die Hunderttausende und verbreitete sich sogar bis nach Europa und in die USA.

In Deutschland ist der Sufi-Orden mit dem Verein Haqqani Trust – Verein für neue deutsche Muslime mit Sitz in Mönchegladbach vertreten.

Das Totengebet für Kibrisi wurde am Mittag in der historischen Selimiye-Moschee zu Nikosia verrichtet. Sein Leichnam wurde im Anschluss in Lefke beigesetzt.

Der Naqshbandi-Orden wurde im 14. Jahrhundert durch Baha-ud-Din Naqshband auf dem Gebiet des heutigen Usbekistan gegründet. Von ihm leitet der Orden eine „spirituelle Kette“ ab, die bis zu einem der vier rechtgeleiten Kalifen, Abu Bakr, und zum Propheten Muhammad reichen soll.