Urlaubsreisen Türkei Quarantäne
Der Strand von Antalya blieb in diesem Jahr recht leer. Das könnte sich bald ändern. Foto: shutterstock.com

Antalya, Izmir, Aydın und Muğla: Die deutsche Reisewarnung wurde vergangene Woche für die vier Provinzen aufgehoben. Grundlage dafür ist eine Vereinbarung mit der türkischen Regierung. Allerdings gilt das Land weiterhin als Corona-Risikogebiet – und die Ansteckungszahlen steigen.

Reisen in die Türkei sind wieder möglich. Das Auswärtige Amt warnt zwar vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Türkei. Von der Warnung ausgenommen sind aber die Küstenprovinzen Antalya, Izmir, Aydın und Muğla. Das Robert-Koch-Institut (RKI) bewertet die Türkei aber weiterhin als Corona-Risikogebiet. Es besteht aber kein Reiseverbot.

Die Aufhebung der Reisewarnung folgte vor wenigen Tagen auf ein monatelanges Drängen der türkischen Regierung. Offenbar haben Ankara und Berlin eine Grundlage gefunden, die Reisen nun wieder ermöglicht. Die Reisewarnung sei „unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts“ aufgehoben worden, heißt es aus dem Auswärtigen Amt. Es beinhalte unter anderem „eine verpflichtende PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland“.

Die Testkosten von umgerechnet 15 Euro in einem zertifizierten Labor beziehungsweise 30 Euro am Flughafen zahlen Reisende selbst. Positiv Getestete müssen sich noch in der Türkei in in ärztliche Behandlung begeben. In der Folge ist eine Quarantäne im Land notwendig.

Türkei geht auf Nummer sicher

Um die wirtschaftlich wichtige Tourismusbranche wieder anzukurbeln, hat die Türkei keine Mühen gescheut. Flughäfen, Strände und Hotels wurden mit großem Engagement auf die Touristen vorbereitet. Das Kultur- und Tourismusministerium in Ankara erarbeitete eigens einen Katalog von Hygiene-Anweisungen, der für Hotels zum Beispiel Mindestabstände zwischen Liegen an Pools oder einzeln abgepackte Handtücher vorsieht. In Hotels kommen Wärmebildkameras zum Einsatz. So können Gäste, die Fieber haben, schnell und einfach identifiziert und auf das Coronavirus getestet werden.

Einer neuen Liste des RKI zufolge stecken sich dennoch vergleichsweise viele deutsche Touristen in der Türkei an. Das Land belegt den zweiten Platz in der Liste hinter dem Kosovo. Hinzu kommt: Die ofifziellen Corona-Zahlen in der Türkei, die der türkische Ärzteverband anzweifelte, steigen wieder. Die Corona-Reproduktionszahl stieg in der Hauptstadt Ankara jüngst auf 1,6.

Das Auswärtige Amt beobachtet die Lage nach eigenen Angaben daher genau.