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Am Donnerstag waren sechs Türkeistämmige Menschen auf ungewöhnliche Art verhaftet worden. Wenig später sollen sie laut türkischen Medienberichten abgeschoben worden sein.

Doch stimmt das? Türkische Medien sprachen dabei von einer Kooperation des türkischen Geheimdienstes MIT und dem kosovarischen Geheimdienst AKI. Bei Fünf der Verhafteten Personen handelt es sich um Mitarbeiter der hiesigen Gülen-nahen Mehmet Akif Schule. Bei der sechsten Person soll es sich um einen Mediziner handeln, der erst vor weniger Zeit aus der Türkei geflüchtet war. All diese Personen sollen nach Informationen türkischer Medien bereits an die Türkei ausgeliefert worden sein.

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Einer der Personen soll nicht die türkische, sondern die albanische Staatsbürgerschaft haben. Demnach ist eine Auslieferung zumindest dieser Person an die Türkei nur an schwierige Voraussetzungen geknüpft.

„Unsere Männer sind noch im Kosovo“

Nach DTJ-Informationen befinden sich die Personen aber weiterhin im Kosovo. Demnach werden sie in der dortigen Botschaft der Türkei aufgehalten. Die kosovarischen Behörden können das aber nicht bestätigen: „Uns wurde gesagt, dass gestern Nacht um 11 ein Jet in Richtung Türkei abgeflogen sei. Ob sich unsere Männer darin befinden oder nicht, konnte man uns nicht sagen“, sagt die Frau eines Verhafteten gegenüber dem DTJ. Der Stab des Premierministers habe die Ehefrauen der Männer in Empfang genommen, um über den Fall zu sprechen: „Mir kommt das aber nicht glaubwürdig vor. Auf die Aufnahmen vom Flughafen müsste der Staat doch zugreifen. Außerdem irritieren mich die kurzen Zeiten, die eine Deportation nur schwer möglich machen.“ Auch in der Türkei hätten die Anwälte noch keinen Zugang zu den Personen gehabt. Deshalb glaube sie fest daran: „Unsere Männer sind noch im Kosovo. Wir brauchen dringende Hilfe.“

Angehörige der Verhafteten haben diesbezüglich eine Petition gestartet, um eine Deportation in die Türkei zu stoppen. Hier gelangen Sie zur Petition

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