ARCHIV - 21.09.2016, Großbritannien, London: Der EM-Pokal neben dem Logo für die UEFA EURO 2020. Die EM 2020 soll wegen des Coronavirus in den Sommer 2021 verschoben werden. Betroffen sind zwölf Gastgebernationen, 24 Teilnehmer und Millionen Fans. Foto: Facundo Arrizabalaga/EPA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Frage beschäftigte die Fußball-Welt seit Tagen. Nun wurde soeben bekannt: Die Fußball-EM wird um ein Jahr verschoben.

Die Euro soll dann im Sommer nächsten Jahres vom 11. Juni bis 11. Juli ausgetragen werden. Einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Fußball-Union hätten am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA zugestimmt, wie unter anderem das ZDF berichtete. Es mussten allerdings noch die 55 UEFA-Mitgliedsverbände der Verschiebung zustimmen, ehe dann das UEFA-Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung treffen konnte.

Der Zeitraum vom 12. Juni bis 12. Juli in diesem Jahr müsste aber nicht zur fußballlosen Zeit werden: Nach den Unterbrechungen des Spielbetriebs unter anderem in Deutschland, Italien, Spanien, England und Frankreich könnten die nationalen Meisterschaften dann zu Ende gespielt werden. Zumindest bis zum 30. Juni, dem Stichtag für viele Verträge von Spielern.

Demiral und Co. verpassen die EM nach derzeitigem Stand nicht

Auch die Türkei hatte sich für die EM qualifiziert und hätte am 12. Juni in Rom das Eröffnungsspiel gegen Italien bestreiten sollen. Das südeuropäische Land gehört weltweit zu den am meisten betroffenen Ländern, mehr als 1.800 Menschen sollen dort bislang dem Coronavirus zum Opfer gefallen sein. Die türkischen Fans dürften die Verschiebung begrüßen. Mehrere wichtige Stammspieler wie Merih Demiral, Ozan Kabak und Cenk Tosun hatten sich in den vergangenen Wochen schwere Verletzungen zugezogen und wären für die Partien in diesem Sommer wohl nicht in Frage gekommen.

dpa/dtj