Fußball: Testspiele, AFC Sunderland - Borussia Dortmund am 05.08.2016 in Altach (Österreich). Sunderlands Jeremain Lens (v) und Dortmunds Nuri Sahin kämpfen um den Ball. Foto: Guido Kirchner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Nuri Şahin galt einst als großes Talent. Er ist der bislang jüngste Spieler, der je in der Bundesliga auflief. Mit 27 kommt er nun ins beste Fußballeralter, blickt jedoch auf eine schwierige jüngere Vergangenheit zurück.

Weder in Madrid noch in Liverpool konnte er wirklich Fuß fassen, auch nach seiner Rückkehr nach Dortmund hat er noch nicht das gezeigt, wofür ihn Verein und Fans vor zehn Jahren bewunderten. Auch durch Verletzungen zurückgeworfen kam er in der vergangenen Saison auf magere neun Einsätze.

Diese durchwachsenen Spielzeiten wirken sich auch auf seine Nationalmannschaftskarriere aus. Für die Türkei ist er nur einer von vielen Spielern, die oft eine Nebenrolle spielen.

Nun aber ist fit und macht seit langer Zeit wieder eine komplette Saisonvorbereitung mit. Dem Sportportal SPOX gab er vor Saisonbeginn ein ausführliches Interview.

Ansprechpartner für die jungen Spieler

Besonders freut er sich über die vielen Neuzugänge, die aber auch vornehmlich für das Mittelfeld eingeplant sind und somit eine mögliche Konkurrenz für Şahin darstellen. Er sehe sich jedoch in erster Linie als Ansprechpartner für die jungen Spieler, schließlich habe er in seiner Karriere ähnliche Erfahrungen gemacht.

In diesem Zusammenhang findet er lobende Worte für Dede, Tomas Rosicky und den Brasilianer Kaka. Letzterer habe ihn bei Real Madrid mit offenen Armen empfangen. „Marc Bartra (BVB-Neuzugang, Anm. d. Red.) hat beispielsweise ein kleines Kind und suchte einen Babysitter, ich habe dann unsere beiden Ehefrauen zusammengebracht. Ich weiß noch wie heute, als ich damals bei Real Madrid angekommen bin: Kaka kam zu mir und meinte, meine Frau solle doch mit seiner Frau Kontakt aufnehmen. Es war für mich sehr beachtlich, dass ein Weltfußballer wie er, der schon alles gewonnen hat, sich um einen unbekannten 22-Jährigen kümmert. Davon habe ich mir eine Scheibe abgeschnitten.“

Emre Mor hat das gewisse „Etwas“

In Emre Mor, einem anderen vielversprechenden Neuzugang in diesem Sommer, sieht er ein besonderes Talent. Der türkische Nationalspieler, der bei der aus türkischer Sicht insgesamt enttäuschenden EM für die wenigen Glanzlichter, habe „etwas in seinem Spiel, das nicht viele Fußballer haben“. Şahin prophezeit ihm eine große Zukunft: „Ich habe einen sehr guten Draht zu ihm und seiner Familie, wir helfen ihm alle so gut es geht. Er hat einen langen Weg vor sich und muss noch einiges lernen. Wenn er ihn aber weitergeht, hat er eine große Zukunft vor sich.“

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