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„Simsalabim“: Ein Zauberspruch mit islamischer Herkunft?

Seit Generationen wenden auch in Deutschland Eltern den Zauberspruch „Simsalabim“ an, wenn sie mit ihren Kindern Hexe und Zauberer spielen, und die Kleinen machen es ihnen nach. Aber kaum jemand hat bislang die Frage aufgeworfen, woher dieser Spruch, der als der meistverwendete im Bereich der Zauber

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Von dtj-online28. Januar 2015
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Seit Generationen wenden auch in Deutschland Eltern den Zauberspruch „Simsalabim“ an, wenn sie mit ihren Kindern Hexe und Zauberer spielen, und die Kleinen machen es ihnen nach. Aber kaum jemand hat bislang die Frage aufgeworfen, woher dieser Spruch, der als der meistverwendete im Bereich der Zauberei gilt, eigentlich stammt. Die ZDF-Sendung „Volle Kanne“ ist nun der Herkunft des Wortes nachgegangen und hat einen Ursprung gefunden, der auf eine frühe Begegnung mit dem Islam hinweist. So soll „Simsalabim“ die europäische Verballhornung der Basmala, der arabischen Anrufungsformel „Bismi ʾllāhi ʾr-Raḥmāni ʾr-Raḥīm“ („Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“) darstellen. Wenn Muslime eine Tätigkeit beginnen, sprechen sie vorher für gewöhnlich diese Formel. In der Blütezeit des Islam erschien die hohe Mathematik, die im arabischen Raum betrieben wurde, den Europäern noch wie Zauberei. In weiterer Folge soll diese Redewendung oder besser gesagt das, was Europäer darunter verstanden, dann auch als Sinnspruch im Zusammenhang mit Zauberei Verwendung gefunden haben. Nicht der einzige Zauberspruch mit religiösem Ursprung Eine alternative Erklärung bietet der Duden an. Dieser führt ihn auf die Homöopathie und auf deren Grundsatz „similia similibus“ („Gleiches mit Gleichem [heilen]“) zurück. Für einen Zusammenhang mit religiösen Formeln spricht jedoch auch, dass der für die Umschreibung von Zauberei verwendete Begriff „Hokuspokus“ auf das verkürzte Verständnis einer solchen, nämlich die Einsetzungsworte aus der christlichen Liturgie, „Hoc est corpus meum“ („Dies ist mein Leib“) zurückgehen soll – und die ähnlich beliebte Formel „Abrakadabra“ auf die aramäische Segnung „Avrah KaDabra“, was so viel wie „Ich werde erschaffen, während ich spreche“, als Ursprung hindeutet.

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