Gesellschaft

Zum Fastenbrechen: Steinmeier besucht syrische Flüchtlingsfamilie

  • Juli 21, 2014
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Zum Fastenbrechen: Steinmeier besucht syrische Flüchtlingsfamilie

Als Zeichen der Solidarität will Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Montagabend zum traditionellen islamischen Fastenbrechen zu Gast bei einer syrischen Flüchtlingsfamilie in Berlin sein. Gerade während des Fastenmonats Ramadan sei es „eine zusätzliche tragische Belastung“, dass „inzwischen Millionen syrische Familien durch den Krieg auseinandergerissen wurden“, sagte der Minister.

„Viele Deutsche nehmen an diesem Schicksal Anteil und die Aufnahme syrischer Flüchtlinge durch Bund und Länder ist ein Ausdruck unserer Solidarität.“

Wie das Außenamt am Samstag in Berlin weiter mitteilte, kam die Familie Ende 2013 im Rahmen des Bundesaufnahmeprogramms nach Deutschland. Nach Schätzungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) mussten infolge des Syrienkonflikts über drei Millionen Menschen aus Syrien fliehen, die meisten von ihnen in die Nachbarländer.

Die Bundesregierung hat seit 2013 Aufnahmeprogramme für bis zu 20 000 syrische Flüchtlinge aufgelegt. Hinzu kommen eigene Aufnahmeprogramme der Bundesländer.

Insgesamt – unter Berücksichtigung von Asylverfahren – haben seit 2011 über 47 000 Flüchtlinge aus Syrien in Deutschland Schutz gefunden. Mit geschätzten 800 000 (inoffiziell sind es zwei Millionen) beherbergt die Türkei die meisten Syrienflüchtlinge hinter dem Libanon, wo sich mehr als 1,1 Mio. aufhalten. Mehr als 600 000 Menschen sind nach Jordanien geflohen.

Das Fasten während des Fastenmonats Ramadan ist eine der fünf Grundsäulen des Islam. Während des Ramadan nehmen Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder Essen noch Trinken zu sich. Das allabendliche Fastenbrechen (Iftar) wird traditionell im Familienkreis oder mit Gästen begangen. (KNA/dtj)

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