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Wirtschaft

Energiekrise in der Ukraine: Türkische Firma will schwimmende Kraftwerke liefern

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Die weltweit agierende türkische Firma „Karpowership“ will mit schwimmenden Kraftwerken die Energiekrise in der Ukraine abmildern. Es geht um die Versorgung von einer Million Haushalten.

Dazu sei eine Absichtserklärung mit dem staatlichen ukrainischen Energieunternehmen ECU geschlossen worden. Der Strom solle auf Schiffen erzeugt werden, es gehe um eine Leistung von 500 Megawatt, teilte der Elektrizitätsversorger Karpowership am Donnerstag mit. So könne man bis zu eine Million Haushalte in der Ukraine versorgen.

Russland ist vor etwas mehr als elf Monaten in die Ukraine einmarschiert. Seit Oktober werden von der russischen Armee vornehmlich Objekte der kritischen Infrastruktur mit Raketen und Kampfdrohnen angegriffen. Die Ukrainer müssen daher mitten im Winter mit Beschränkungen bei der Strom- und teilweise auch der Wasser- und Wärmeversorgung zurechtkommen.

Bau neuer Kraftwerke mitten im Krieg keine Option

„Das ukrainische Energienetz hat zwölf massive russische Angriffe erlitten“, zitierte die Mitteilung den Geschäftsführer von ECU, Witalij Butenko. Während der Krieg andauert, sei der Bau neuer Kraftwerke zur Wiederherstellung verlorener oder beschädigter Erzeugungskapazität keine praktikable Option. Darum sei man auf innovative Lösungen angewiesen.

„Karpowership freut sich, mit ECU zusammenzuarbeiten, um die Stromkrise in der Ukraine zu lindern“, sagte Zeynep Harezi, verantwortliche Managerin für Partner- und Geschäftsbeziehungen von Karpowership. Kraftschiffe seien eine „schnelle, zuverlässige und flexible Lösung für die Stromknappheit des Landes“, man sei bereit, „die Ukraine dabei zu unterstützen, so schnell wie möglich die benötigte Energie zu erhalten“.

Die Kraftwerke auf Schiffen könnten demnach vor der Küste Moldawiens und Rumäniens verankert werden und von dort Strom in das ukrainische Netz einspeisen. Laut Karpowership könnte der bereits in 30 Tage geliefert werden. Die Kraftwerke auf den Schiffen könnten mit Flüssiggas, Öl oder Biodiesel betrieben werden.

dpa/dtj

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