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Panorama

Flüge nach Belarus: Türkei bestreitet aktive Rolle in Migrationskrise

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Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat Berichte, wonach sein Land gezielt Migranten nach Belarus bringe, als haltlos zurückgewiesen. Aus der Türkei komme überdies keinerlei Unterstützung für den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko. Die Hintergründe.

In einem Telefonat mit seinem polnischen Kollegen Zbigniew Rau am Mittwochabend habe Çavuşoğlu sein Bedauern über Vorwürfe gegen die Türkei und die halbstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines ausgedrückt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Quellen aus dem Außenministerium.

Çavuşoğlu habe im Gespräch mit Rau zudem deutlich gemacht, dass die Öffentlichkeit über die Wahrheit informiert werden müsse. Er habe vorgeschlagen, dass ein technisches Team aus Polen in die Türkei komme. Zuvor hatten Medien berichtet, dass die Türkei mit Hilfe der halbstaatlichen Fluggesellschaft Turkish Airlines Migranten gezielt nach Belarus einfliege, um so den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko zu unterstützen.

Europol unterstützt Polen in der Krise

Die polnische Regierung und die EU werfen Lukaschenko vor, die Migranten ins Land bringen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen. Turkish Airlines hatte die Vorwürfe bereits am Dienstag zurückgewiesen. Polen hat die EU angesichts der Migrationskrise an der Grenze zu Belarus um Unterstützung im Kampf gegen Schleuseraktivitäten gebeten.

„Wir können bestätigen, dass auf Anfrage Polens Experten des Europol-Zentrums zur Bekämpfung der Migrantenschleusung Polen bei der Bewältigung der an der Grenze entstandenen Situation unterstützen werden“, sagte eine Sprecherin der Europäischen Kommission am Donnerstag. Sie ließ offen, ob die Experten an der Grenze arbeiten werden und machte auch keine näheren Angaben zu ihrer genauen Tätigkeit.

dpa/dtj

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