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Türkei-Urlaub 2026: Auswärtiges Amt rät von Reisen in den Südosten ab

  • Januar 27, 2026
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Türkei-Urlaub 2026: Auswärtiges Amt rät von Reisen in den Südosten ab

Die Türkei bleibt auch 2026 eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Doch wer seinen Urlaub plant, sollte genauer hinsehen: Für mehrere Regionen spricht das Auswärtige Amt eine klare Warnung aus – und mahnt auch darüber hinaus zu erhöhter Vorsicht. Anzumerken ist allerdings: Die genannten Regionen zählen nicht unbedingt zu Touristen-Hotspots.

Mehr als 50 Millionen Besucherinnen und Besucher reisten 2025 laut dem türkischen Kultur- und Tourismusministerium in das Land – angezogen von türkisfarbenen Küsten, antiken Städten, pulsierenden Metropolen und einer vielfältigen Küche. Doch jenseits der touristischen Hotspots ist die Lage mitunter gefährlich. Für Teile des Landes gilt aus deutscher Sicht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko.

Besonders eindringlich warnt das Auswärtige Amt vor nicht notwendigen Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und zum Irak. Konkret betrifft dies die Provinzen Şanlıurfa, Mardin, Şırnak und Hakkâri. In den offiziellen Sicherheitshinweisen heißt es, dass von Aufenthalten in diesen Regionen abzuraten sei.

Grenzregionen im Südosten: Klare Empfehlung gegen Reisen

Der Grund liegt in der geopolitischen Lage: Die Nähe zu Syrien und dem Irak wirkt sich unmittelbar auf die Sicherheitslage aus. In Syrien gibt es weiterhin bewaffnete Konflikte, terroristische Anschläge, Entführungen und schwere Gewalttaten – für das gesamte Land gilt daher eine Reisewarnung.

Auch im Irak besteht eine Teilreisewarnung aufgrund von Gefechten zwischen Terrorgruppen und Sicherheitskräften sowie schwerer Anschläge. Diese Risiken machen nicht an Landesgrenzen halt und erhöhen auch im Südosten der Türkei die Gefährdung für Zivilisten.

Terrorgefahr und staatliche Maßnahmen landesweit

Unabhängig von den Grenzregionen weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass grundsätzlich im gesamten Land mit terroristischen Aktivitäten gerechnet werden muss. Zudem bestehe das Risiko willkürlicher Festnahmen sowie kurzfristiger Ein- oder Ausreisesperren. Bereits rund um den Jahreswechsel 2025/2026 hatten türkische Sicherheitsbehörden vor möglichen Terroranschlägen im Zusammenhang mit den Silvesterfeierlichkeiten gewarnt – ein Hinweis darauf, wie dynamisch sich die Lage entwickeln kann. In mehreren Städten gab es Razzien, bei denen mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen wurden. Dabei kamen auch türkische Polizisten zu Tode.

Reiseveranstalter: Türkei auch für Sommerurlaub 2026 im Trend

Wer sich dennoch in der Türkei aufhält, sollte besondere Vorsicht walten lassen. Die deutschen Behörden raten zu erhöhter Aufmerksamkeit, insbesondere an belebten Orten und bei unerwarteten Ereignissen. Reisende sollten die Sicherheitslage fortlaufend beobachten und sich regelmäßig über offizielle Kanäle informieren.

Explizit gemieden werden sollten:

  • Regierungs- und Militäreinrichtungen;

  • größere Menschenansammlungen, etwa auf öffentlichen Plätzen oder an bekannten Sehenswürdigkeiten; sowie

  • Demonstrationen und politische Kundgebungen.

Hinzukommen naturbedingte Risiken: Die Türkei liegt in einer seismisch aktiven Zone und wird immer wieder von teils schweren Erdbeben erschüttert.

Auch die Wahl der Unterkunft verdient Aufmerksamkeit. Nach einem tödlichen Vorfall, bei dem eine deutsche Familie durch den unsachgemäßen Einsatz von Insektenschutzmitteln in einem Hotel ums Leben kam, mahnen die Behörden zu besonderer Sorgfalt bei der Auswahl von Unterkünften.

Abgesehen von der Einschätzung des Auswärtigen Amtes gilt die Türkei allerdings als nicht nur bei den Deutschen beliebtes und in weiten Teilen als sicheres Urlaubsland.

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Stefan Kreitewolf