Alles, was das Herz bzw. der Körper begehrt: Socken, Hemden, Jacken, Pullovern, Mützen und Badebekleidung. Dass es sich tatsächlich um Fälschungen handelt, haben mittlerweile die betroffenen, teils namhaften Markenhersteller bestätigt. Foto: Zollamt

Zollbeamte haben an der Grenze von Deutschland zu Österreich eine Lastwagen-Ladung gefälschter Markenkleidung beschlagnahmt.

Die Hersteller der echten Marken hätten inzwischen bestätigt, dass es sich bei den mehr als 11.000 Kleidungsstücken in rund 200 Kartons um Fälschungen handelt, teilte das Hauptzollamt Rosenheim am Freitag mit.

Die Beamten hätten die Ware im September bei der Kontrolle eines Lastwagens aus der Türkei in Bad Reichenhall (Landkreis Berchtesgadener Land) entdeckt. Dieser hätte laut Anmeldung eigentlich Baumwollhandtücher an Bord haben müssen.

Stattdessen fanden die Beamten unter anderem Socken, Hemden, Jacken und Badebekleidung – vermeintlich von 42 namhaften Herstellern. „Die Menge und Anzahl der einzelnen Größen der teilweise sehr professionell gefälschten Produkte hätte für die Ausstattung eines mittelgroßen Bekleidungsgeschäfts ausgereicht“, ordnete der Leiter des Zollamts Bad Reichenhall-Autobahn, Martin Dietl, ein.

Die Hersteller der echten Marken haben nach Angaben des Zolls inzwischen die Vernichtung der Fälschungen beantragt. Der Zoll ermittelt wegen Verstößen gegen das Markenrecht. In der Türkei gibt es einen großen Markt für gefälschte Markenkleidung. Das verarbeitende Textilgewerbe zählt zu den wichtigsten Industriesparten des Landes.

dpa/dtj