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Ein Türke dabei: Alle Todesopfer der Schweizer Brandkatastrophe identifiziert

  • Januar 5, 2026
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Ein Türke dabei: Alle Todesopfer der Schweizer Brandkatastrophe identifiziert

Die Bar, die für 40 Menschen zur Todesfalle wurde, war bei jungen Menschen besonders beliebt. Inzwischen besteht für die Angehörigen, die ihre Kinder nach der Party vermissten, traurige Gewissheit. Unter den Todesopfern befindet sich auch ein türkischer Staatsbürger.

Schweizer Experten haben inzwischen alle 40 Todesopfer der Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana identifiziert. Darunter ist das bislang jüngstes Todesopfer, eine 14-jährige Schweizerin, wie die Polizei im Kanton Wallis berichtet.

Zahlreiche Opfer sind noch minderjährig, darunter neben Schweizern auch Italiener und ein italienisch-emiratischer Staatsangehöriger. Ebenso identifiziert wurden ein Türke (18), ein Rumäne (18) und ein Franzose (39).

Türkischen Medienangaben nach handelt es sich bei dem verstorbenen türkischen Staatsangehörigen um den aus Gaziantep stammenden Taylan Kaya, der mit seiner Familie in Sion lebte.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Unter den 119 Verletzten sind mehr als 70 Schweizer sowie Franzosen, Italiener, Serben und einzelne Angehörige anderer Länder. Viele schweben noch in Lebensgefahr. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet. Die Identifizierung der Toten nahm viel Zeit in Anspruch, da die meisten Leichen den Angaben zufolge sehr stark verbrannt und dadurch kaum wiederzuerkennen waren.

Das Inferno in der Silvesternacht in einer Bar des Schweizer Skiorts war nach bisherigen Ermittlungen durch funkensprühende Partyfontänen ausgelöst worden. Sie setzten den Erkenntnissen zufolge Schaumstoff an der Decke in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Untersucht wird, ob die Brandschutzvorschriften eingehalten wurden. Gegen die beiden französischen Betreiber der Bar wird inzwischen unter anderem wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

In der Türkei weckte der Fall Erinnerungen an die Brandkatastrophe von Bolu vor knapp einem Jahr, bei der 78 Menschen ums Leben kamen.

dpa/dtj

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