Der türkische Präsident testet das neue E-Auto.
Der türkische Präsident testet das neue E-Auto. Foto: @RTErdogan/Twitter

Der Traum vom türkischen E-Auto wird bald Realität. Im ersten Quartal des kommenden Jahres sollen die ersten Autos schon auf den Straßen sein. Der aktuelle Stand.

Der Countdown für den türkischen Traum vom heimischen Auto läuft. Kürzlich testete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan das neue Auto und erklärte, dass man die ersten Modelle der heimischen Marke „Togg“ bald auf den Straßen sehen werde. Als konkreten Termin nannte der Präsident das erste Quartal 2023. Die Fabrik werde am 29. Oktober dieses Jahres eröffnet. Auch der CEO von Togg, Gürcan Karakaş, deutete im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ die ersten drei Monate des kommenden Jahres an.

Ladestationen im ganzen Land?

Währenddessen laufen die Vorbereitungen für die nötige Infrastruktur im ganzen Land. Das Togg-Tochterunternehmen „TruGo“ hat bereits mit der Erprobung von Ladestationen begonnen. Dies wurde vergangene Woche auf der offiziellen Twitter-Seite von Togg mitgeteilt. Demnach sollen die Stationen innerhalb von 25 Minuten den Akku des Fahrzeugs von 20 auf rund 80 Prozent aufladen.

Wie viel wird der Togg kosten?

In welcher Preisklasse sich der E-SUV bewegen soll, ist noch nicht genau bekannt. In den sozialen Medien und in der türkischen Presse gibt es zwar Spekulationen, allerdings sind diese noch ohne konkrete Anhaltspunkte. Einige Medien gehen von Preisen ab etwa 1,5 Millionen Türkischer Lira aus (Stand: 08.08.2022 / rund 81.797,50 €).

Eigenes Auto ein großer Traum der Türkei

Hinter der Entwicklung des türkischen E-Autos steckt ein Joint Venture aus fünf türkischen Firmen und einer Interessenvertretung für Industrieunternehmen und Börsen. Eine eigene Automarke ist schon seit Jahrzehnten der Traum vieler Türken. In den 1960er Jahren war ein erster Versuch der Türkei mit einer Eigenmarke, dem „Devrim“, gescheitert.