Katar: Ecuadors Enner Valencia (vorn) wird nach seinem Tor zum 2:0 von seinen Teamgefährten bejubelt. Foto: Tom Weller/dpa

Mit seinem Doppelpack entscheidet Ecuadors Enner Valencia das WM-Eröffnungsspiel. WM-Rekordtorschütze seines Landes ist er schon, nun nimmt er die nächste Bestmarke ins Visier.

Nun kann Ecuadors WM-Rekordtorschütze Enner Valencia auch mit Größen wie Eusebio und Paolo Rossi gleichziehen. Mit seinem Doppelpack beim 2:0 im Eröffnungsspiel der Fußball-WM gegen den enttäuschenden Gastgeber Katar hat der 33 Jahre alte Stürmer die fünf letzten WM-Tore der Südamerikaner erzielt. Sechs WM-Tore in Serie für ein Land, das schafften nach Angaben des Datendienstleisters Opta bislang nur der Portugiese Eusebio 1966, der Italiener Rossi 1982 und der Russe Oleg Salenko 1994.

Trifft Valencia auch am Freitag gegen die Niederlande, würde er mit ihnen gleichziehen. „Er ist der Rekord-Torschütze für Ecuador“, sagte Trainer Gustavo Alfaro über seinen Kapitän, der das junge Team bei diesem Turnier anführt. „Er hatte eine harte Zeit. Er wurde in Ecuador infrage gestellt, aber jetzt sehen wir, was er uns geben kann“, sagte Alfaro. „Er hat getroffen, was ihm sehr viel bedeutet.“

WM-Rekordtorschütze des Landes

Valencia, der seit 2020 für Fenerbahçe in der Türkei spielt und derzeit mit 13 Toren die Torschützenliste der Süper Lig anführt, berichtete von seinen Gedanken von der Auslosung bis zum Start des Turniers: „Ich habe lange davon geträumt, dieses Spiel mit meinem Team zu gewinnen und zu treffen.“ Schon bei der WM 2014 erzielte Valencia alle drei Tore für Ecuador, das damals dennoch in der Vorrunde ausschied. Mit den zwei Treffern gegen Katar ist er nun der alleinige WM-Rekordtorschütze des Landes, gegen Katar wurde sogar ein drittes Tor wegen Abseits nach Videobeweis wieder aberkannt.

Im Eröffnungsspiel musste der Angreifer angeschlagen ausgewechselt werden, für Alfaro steht dennoch außer Frage, dass sein Kapitän im nächsten Spiel am Freitag dabei ist. „Enner wird gegen die Niederlande spielen“, verkündete er mit einem Lächeln. Auch Valencia ist trotz Schmerzen in Knie und Knöchel zuversichtlich: „Ich hoffe, dass ich bereit sein werde.“

dpa/dtj