Flucht/Migration

Menschenschmuggel: Belgisches Gericht verurteilt Türken

  • Januar 7, 2026
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Menschenschmuggel: Belgisches Gericht verurteilt Türken

Jahrelang sollen mehrere Männer Menschenschmuggler mit Schlauchbooten, Bootsmotoren und anderem Material ausgestattet haben. Nach einem Urteil in Belgien müssen sie nun hinter Gitter.

Wegen der Lieferung von Schlauchbooten, Bootsmotoren und Bootsmaterial an Menschenschmuggler hat ein belgisches Gericht vier Männer zu Freiheitsstrafen von 11 bis 13 Jahren verurteilt. Wie das Gericht in Brügge mitteilte, verhängte es zudem Geldstrafen zwischen 400.000 und 600.000 Euro gegen die Angeklagten. Dabei geht es um Migranten, die versuchen, von Nordfrankreich und der belgischen Küste aus über die Nordsee nach Großbritannien zu gelangen.

Millionengewinn innerhalb von fast zehn Jahren

Ein Angeklagter stammt nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga aus der Türkei und soll über Jahre hinweg etwa Schiffsmotoren an Schleuser geliefert haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der 45-Jährige innerhalb von fast zehn Jahren rund 1,7 Millionen Euro Gewinn erzielt haben, so Belga. Das Gericht in Brügge verurteilte ihn zu elf Jahren Haft.

Drei mitangeklagten Männern, die laut Belga die irakische Staatsbürgerschaft haben, wird ebenfalls vorgeworfen, etwa Boote geliefert zu haben. Sie erhielten Freiheitsstrafen von 13 und 12 Jahren, konnten aber bislang nicht festgenommen werden.

dpa/dtj

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