Archivfoto: Stefan Kuntz trainierte vor der Türkei die U21-Nationalmannschaft in Deutschland. Foto: TFF

Der türkische Nationaltrainer Stefan Kuntz gerät zunehmend unter Druck. Der Ruf nach Sergen Yalçın ist nicht mehr zu überhören.

Ex-U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz hat sich mit der Türkei auf den Färöern in der Nations League erneut blamiert. Zum Abschluss der Gruppe A verlor die Mannschaft des früheren Bundesliga-Torjägers am Sonntag in Tórshavn beim Fußball-Außenseiter mit 1:2 (0:0), hatte sich als Gruppensieger allerdings bereits zuvor den Aufstieg in die Liga B gesichert. Viljormur Davidsen (51.) und Jóan Edmundsson (59.) trafen für die Gastgeber. Der Anschluss durch Serdar Gürler (89.) kam zu spät. Am Donnerstag kam die Türkei ebenfalls nur zu einem 3:3 gegen Luxemburg.

Nach dem Spiel gegen Luxemburg die positiven Erkenntnisse herausstreichen. Wenn sie die richtigen Lehren aus dem Spiel ziehen würden, sei es eine Partie gewesen, die zwar ein bisschen weh tue, „aber vielleicht sehr hilfreich sein kann“, sagte der Coach der Türken nach dem 3:3 gegen die Luxemburger – nach dreimaligem Rückstand.

Vertrag bis Sommer 2024

Kuntz könne aufatmen, weil er sich die Gruppenführung sicherte, schrieb die Sportzeitung „Fanatik“. Andere Medien brachten aber Sergen Yalçın ins Spiel. Der einstige Starspieler und Erfolgstrainer war zuletzt für Beşiktaş tätig. Verbandschef Mehmet Büyükekşi soll sich mit ihm getroffen und ihm den Posten angeboten haben. Er solle keine anderen Angebote annehmen und auf ihn warten.

Das Hinspiel in Luxemburg hatte Kuntz‘ Mannschaft noch mit 2:0 gewonnen. Im Başakşehir Fatih Terim Stadion gerieten die Gastgeber bereits in der achten Minute in Rückstand. „Wir haben in der Defensive nicht gut gearbeitet“, sagte Kuntz nach der Partie am Donnerstagabend: „Wir haben gesehen, dass wir sechs Stammspieler nicht ersetzen können.“

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Luxemburg habe die großen Fehler in der Verteidigung der Türkei nicht verziehen, befand die türkische Tageszeitung „Sözcü“. Kuntz trainiert die türkische Nationalmannschaft seit einem Jahr. Der Vertrag des ehemaligen Nationalspielers und deutschen U21-Erfolgscoaches läuft bis zum Sommer 2024.

dtj/dpa