Archivfoto: Ein Mann macht ein Selfie, im Hintergrund ist eine Erdölraffinerie zu sehen. Foto: Marijan Murat/dpa

Der Höhenflug der Ölpreise setzt sich fort. Die beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI  stiegen abermals auf siebenjährige Höchststände.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittwoch bis zu 89,05 US-Dollar und stabilisierte sich gegen Wochenende bei 86,88 Dollar. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) wurde mit bis zu 87,08 Dollar gehandelt. Das sind jeweils die höchsten Niveaus seit Oktober 2014.

Bis Freitag gaben die Ölpreise einen Teil ihrer deutlichen Aufschläge zwar ab, sie notierten aber immer noch rund einen Dollar in der Gewinnzone. Haupttreiber am Ölmarkt war zuletzt eine Explosion an einer wichtigen Erdölpipeline zwischen dem Irak und der Türkei. Der Grund ist bisher unbekannt. Türkische Offizielle sagten jedoch der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass die Pipeline wieder in Betrieb sei.

Erwartungen nach Explosion zurückgeschraubt

Die Explosion fällt in eine Zeit mit angespanntem Angebot. Schon seit Wochen bleibt der Ölverbund Opec+ mit seiner Produktion hinter den Erwartungen zurück. Hinzu kommen Spannungen zwischen den jemenitischen Huthi und einer gegnerischen Koalition, angeführt von dem Ölriesen Saudi-Arabien. Zugleich wird die Nachfrage durch die Omikron-Welle weniger stark beeinträchtigt als ursprünglich befürchtet.

Ähnlich äußerte sich am Mittwoch die Energieagentur IEA. Das globale Ölangebot gehe zurück, während die Nachfrage in Richtung Vor-Pandemie-Niveau steige, teilte die IEA in Paris mit. Das Ölkartell Opec hatte in seinem Monatsbericht vom Dienstag ebenfalls von einer robusten Erdölnachfrage gesprochen.

dpa/dtj