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Gesellschaft

Reaktionen und Botschaften aus der Politik zum Ramadan

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Gestern hat der für Muslime heilige Fastenmonat Ramadan begonnen. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang verzichten sie in den nächsten vier Wochen auf Essen, Trinken, Rauchen, Geschlechtsverkehr und versuchen darüber hinaus, innezuhalten, den Koran zu rezitieren und Spenden zu tätigen. Zahlreiche Politikerinnen und Politiker aus Deutschland sandten anlässlich des Ramadans Grußbotschaften.

Große Resonanz in der muslimischen Community fand insbesondere der Videobeitrag von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis ’90/Die Grünen). Über den Twitter-Kanal des Auswärtigen Amtes wünschte sie allen Musliminnen und Muslimen weltweit einen gesegneten Ramadan. „Gerade in Zeiten, wo viele Menschen Sorgen haben vor Krieg und Gewalt, ist ein Monat des Innehaltens, der Versöhnung und des Miteinanders wichtiger denn je“, unterstrich die Ministerin.

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (beide SPD) ließen es sich nicht nehmen, ihre besten Wünsche anlässlich der muslimischen Fastenzeit zu äußern. Der Kanzler wünschte den Fastenden „eine besinnungsreiche Zeit und viel Freude im Kreise Ihrer Familien“. Das von Cem Özdemir geleitete Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft setzte ebenfalls einen Tweet ab – passend zu den türkischen Wurzeln des Ministers versehen mit einem Foto, auf dem ein Glas türkisches Tee zu sehen ist.

Von den oppositionellen Parteien kamen von der CDU und den Linken Grußbotschaften. Deren Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler äußerte sich auch in türkischer Sprache. Versehen waren viele der Tweets mit den Hashtags #RamadanKareem sowie #RamadanMubarak.

AfD sieht Zusammenhang zwischen Ende der Corona-Maßnahmen und Ramadan

Vertreter der für ihre rechtspopulistischen und islamfeindlichen Positionen bekannten Alternative für Deutschland äußerten sich ebenfalls in den letzten beiden Tagen. Allerdings weniger wohlwollend, sondern wie gewohnt ablehnend und verschwörungstheoretisch.

Einige von ihnen sahen gar einen Zusammenhang zwischen dem Beginn des Fastenmonats und dem weitgehenden Ende der Corona-Maßnahmen – wofür sich die AfD übrigens seit Wochen und Monaten vehement eingesetzt hatte.

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