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Samsunspor-Ära endet: Beliebter deutscher Coach muss gehen – Fans tief enttäuscht

  • Februar 16, 2026
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Samsunspor-Ära endet: Beliebter deutscher Coach muss gehen – Fans tief enttäuscht

Nach der Niederlage in Antalya und vor dem bis jetzt wichtigsten Saisonspiel hat sich Samsunspor von seinem deutschen Trainer getrennt. Der Nachfolger steht so gut wie fest und kommt ebenfalls aus Deutschland. Doch die Fans weinen seinem Vorgänger nach.

Am frühen Samstagmorgen hat der türkische Fußball-Erstligist Samsunspor die Trennung von Trainer Thomas Reis veröffentlicht – und knapp zwölf Stunden später Thorsten Fink als möglichen Nachfolger präsentiert. „Unser Verein hat mit dem erfahrenen deutschen Cheftrainer Thorsten Fink eine Grundsatzvereinbarung getroffen“, teilte Samsunspor am Samstagmittag mit. Der 58-jährige Fink werde „morgen nach Samsun kommen. Weitere Entwicklungen werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.“ Am Sonntag landete Fink tatsächlich an der Schwarzmeerküste, einen Vertrag hat er bislang allerdings noch nicht unterschrieben.

Mit „Danke Thomas“ hatte der Club den 52 Jahre alten Reis um 1.27 Uhr auf der Platfform X in deutscher Sprache verabschiedet. Der ehemalige Coach des VfL Bochum und des FC Schalke 04 hatte Samsunspor zur Saison 2024/25 übernommen und in der ersten Saison auf einen sensationellen dritten Platz geführt.

Der türkische Club würdigte das Abschneiden mit dem Erreichen der Conference League in seiner Mitteilung als „historischen Erfolg“. Am Samstagnachmittag folgte ein Video, in dem sich Reis persönlich und in englischer Sprache von den Fans verabschiedete. „Von nun an werde ich ein Anhänger von Samsunspor sein. Passt auf euch auf. Euer Coach“, lauteten seine Abschiedsworte. In der aktuellen Tabelle liegt Samsunspor nach der 1:3-Niederlage am Freitagabend bei Antalyaspor und nur einem Sieg aus den letzten zehn Ligaspielen auf Rang sieben.

Fink wäre der dritte deutsche Coach in Samsun in Serie

Auch wenn der Erfolg der vergangenen Saison in diesem Jahr ausbleibt, kommt die Entlassung von Reis durchaus überraschend. Sie sorgt unter den Fans für Wirbel und große Emotionen. Denn kaum jemand konnte ernsthaft damit rechnen, dass das Vorjahresergebnis in dieser Form wiederholt werden kann, verfügen doch die Istanbuler Top-Klubs sowie Vereine wie Trabzonspor oder Başakşehir über deutlich größere finanzielle Möglichkeiten in der Süper Lig. Samsunspor begründete den Schritt auf seinen offiziellen Kanälen mit Dank für Reis’ Verdienste, unterstrich aber gleichzeitig die Notwendigkeit eines „Neuanfangs“.

Die Reaktionen innerhalb der Fanbasis sind von Enttäuschung und Kritik geprägt. In sozialen Netzwerken wird die Entscheidung vielfach als „Fehler“ bezeichnet. Einige Anhänger betonen, dass Reis den Klub trotz struktureller Herausforderungen in die Erfolgsspur geführt habe und ihn nun zu verlieren, schmerzlich sei. „Noch nie“ habe er einem Trainer, der Samsun verlassen habe, eine Träne nachgeweint, schrieb ein User auf „X“. Dieses Mal sei das aber der Fall.

Play-off-Hinspiel in Nordmazedonien steht an

Fink wäre übrigens nach Reis und dessen Vorgänger Markus Gisdol bereits der dritte deutsche Trainer in Samsun in Folge. Sollte es zu einer Zusammenarbeit kommen, hat er gleich eine große Aufgabe vor der Brust. In der Conference League steht am Donnerstag das Play-off-Hinspiel bei Shkendija Tetovo an. Der Verein hatte die Gruppenphase auf Platz 12 beendet und nur knapp das direkte Achtelfinalticket verpasst.

dtj/dpa

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