Todesangst in Antalya: Passagiere bei 50 Grad Hitze in Flugzeug eingesperrt

Eine Passagiermaschine startet im letzten Licht des Tages. Foto: Boris Roessler/dpa
Passagiere eines Fluges von Antalya nach Münster erlebten letzte Woche eine äußerst unangenehme Verzögerung. Aufgrund technischer Probleme saßen sie eine Stunde lang in einem Flugzeug von „Mavi Gök Airlines“ bei Temperaturen von bis zu 50 Grad fest.
Bereits an Bord der Boeing 737-800-Maschine warteten die Reisenden am vergangenen Donnerstagabend auf den Abflug, als sich herausstellte, dass der Start aufgrund technischer Schwierigkeiten verschoben werden musste, wie u.a. „Focus online“ berichtet. Die Außentemperaturen waren aufgrund der Hitzewelle vor Ort hoch, und innerhalb des Flugzeugs stieg sie aufgrund defekter Klimaanlagen rasch an.
Videos, die auf sozialen Plattformen wie „X“ geteilt wurden, zeigen stark schwitzende Passagiere, darunter auch weinende Kinder und Babys. Eine Passagierin beschrieb die Situation auf TikTok als „eingesperrt wie in einem Brutkasten“.
„Wenn wir jetzt starten, werden die Kinder es nicht überleben“
Trotz der unangenehmen Umstände habe die Crew die Flugvorbereitungen fortgesetzt. Ein sich an Bord befindender Arzt habe laut einer von „Bild“ zitierten Passagierin schließlich die Crew gewarnt: „Wenn wir jetzt starten, werden die Kinder es nicht überleben.“ Die Türen des Flugzeugs seien während der ersten halben Stunde der Verzögerung geschlossen geblieben, was den Hitzestau verstärkt habe. Erst nach etwa 30 Minuten seien Wasser und Eis an die Passagiere verteilt worden. Nachdem die Situation immer kritischer wurde und die Panik an Bord zunahm, durften die Passagiere schließlich nach über einer Stunde das Flugzeug verlassen. Der Flug wurde schließlich abgebrochen.
„Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Passagiere und Besatzung haben höchste Priorität“, heißt es in einer Stellungnahme der Airline. Sie versprach, mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.