Archivfoto: US-Präsident Joe Biden (l.) und Außenminister Antony Blinken sind mit der Air Force One in Kambodscha für den ASEAN-Gipfel angekommen. Das Treffen ist der Auftakt einer Serie von drei Gipfeln und wichtigen diplomatischen Spitzenbegegnungen in Südostasien. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Joe Biden soll nach dem Willen von Menschenrechtlern bei seinem Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping auch die systematische Unterdrückung der Uiguren in Nordwestchina thematisieren.

„Die Biden-Administration hat die chinesische Politik gegenüber Uiguren in Xinjiang offiziell als Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit charakterisiert“, hob Sophie Richardson, China-Direktorin der in New York ansässigen Organisation Human Rights Watch, am Samstag hervor.

Bei dem Treffen am Montag auf der indonesischen Insel Bali müsse Biden dem chinesischen Präsidenten klar machen, dass die USA sich entschlossen für eine internationale Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen durch die chinesische Regierung einsetzten. Die Begegnung findet vor dem Gipfel der Gruppe der großen Wirtschaftsnationen (G20) in Nusa Dua auf Bali statt. Es ist das erste Treffen der beiden Präsidenten seit dem Amtsantritt Bidens.

In Xinjiang sind nach Angaben von Menschenrechtlern Hunderttausende in sogenannte Umerziehungslager gesteckt worden. Chinas Führung wirft Uiguren in der Region Separatismus, Extremismus und Terrorismus vor, während sich die muslimische Minderheit politisch, religiös und kulturell unterdrückt fühlt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 hatten die Kommunisten das ehemalige Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt.

dpa/dtj