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EURO2024

Türkei will gegen Portugal nachlegen – Fragezeichen hinter Arda Güler

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18.06.2024, Dortmund: Kenan Yıldız von der Türkei jubelt im Spiel gegen Georgien nach einem Tor, das nach VAR-Auswertung nicht gegeben wird. Klappt es heute mit einem Treffer? Foto: Bernd Thissen/dpa
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Die Türkei setzt bei der EM auf ihre Jungstars. Portugal auf ein Duo, das eigentlich längst raus ist aus dem besten Fußballer-Alter. In Dortmund treffen in wenigen Stunden beide Welten aufeinander.

Der eine wurde beim FC Bayern ausgebildet und gehört zu den Leistungsträgern bei Juventus Turin. Dem anderen wird bei Champions-League-Sieger Real Madrid eine goldene Zukunft vorausgesagt. Auf Kenan Yıldız und Arda Güler, beide 19 Jahre jung, ruhen bei der Fußball-EM die Hoffnungen der türkischen Fans. Auch im Duell an diesem Samstag (18 Uhr/TRT 1, ZDF,  MagentaTV) mit Portugal, das im Gegensatz von zwei Fußball-Oldies angeführt wird, die – mit Blick auf das Alter – die Väter von Yıldız und Güler sein könnten.

„Wir haben Portugal in unserer Geschichte von offiziellen Spielen noch nie geschlagen. Ich hoffe, das wird das erste Mal sein“, sagte Güler vor dem Spiel gegen den Mitfavoriten um Superstar Cristiano Ronaldo (39) und den beinharten Innenverteidiger Pepe (41). Bislang gab es nur in Freundschaftsspielen zwei Siege.

Szczesny sicher: Yıldız wird demnächst den Ballon d’Or gewinnen

Mit 41 Jahre und 113 Tagen wurde Pepe beim 2:1 der Portugiesen gegen Tschechien zum Oldie der EM-Historie. Nun kommen noch einmal vier Tage drauf. Ronaldo wird im kommenden Februar 40. Zusammen kommen die beiden Säulen der Portugiesen auf über 80 Jahre.

Beide werden wohl in der Startelf stehen. Auf eine kritische Frage nach der Fitness von Ronaldo reagierte Nationaltrainer Roberto Martinez am Tag vor dem Spiel gegen die Türken mit einem deutlichen Bekenntnis: „Für uns bringt er Erfahrung, er bringt Torchancen und hilft uns, Räume zu öffnen. Er ist in der Nationalmannschaft, weil er es verdient. Alle Daten beweisen das.“

Dass Güler beim 3:1 gegen Georgien dem großen Star Ronaldo bereits den Rekord des jüngsten EM-Torschützen bei einem Debüt abluchste, gehört auch zu den Geschichten des Spiels in Dortmund, bei dem der Sieger ins Achtelfinale sicher einziehen würde. Dass Juventus-Torwart Wojciech Szczesny mit einem Freund gewettet hat, dass der in Regensburg geborene Yıldız in den nächsten fünf Jahren den Ballon d’Or für den besten Spieler des Jahres gewinnt, ebenso.

Auch Yıldız hatte gegen Georgien ins Tor getroffen, der Treffer wurden wegen minimalem Abseits aber nicht anerkannt. Umso mehr machte sich schon Nervosität in türkische Medien breit, als Güler am Donnerstag nicht am Training der Mannschaft teilgenommen hatte – er sollte sich noch ein bisschen erholen für das Duell mit Portugal, für das Duell auch mit Pepe.

Pepe kennt den türkischen Fußball

Der wiederum ist in der Türkei auch deswegen kein Unbekannter, weil Képler Laveran Lima Ferreira, wie Pepe mit vollständigem Namen heißt, im Sommer 2017 von Real Madrid zu Beşiktaş gewechselt war. Bis Dezember 2018 spielte er dort, seit Januar 2019 ist er beim FC Porto unter Vertrag. Dieser aber läuft während der EM zum 30. Juni aus. Einen neuen wird er dort nicht bekommen, portugiesische Medien spekulieren, dass er seine Karriere in Brasilien beenden könnte – auch diese Staatsbürgerschaft hat er.

Auf dem Platz ein Star, daneben nicht: Arda verzückt nicht nur türkische Fans

Doch die Zukunft spielt am Samstag erst einmal keine Rolle. Die Türkei will den zweiten Sieg holen, es winkt wieder ein Heimspiel wie schon beim Auftakt gegen Georgien. Die letzten beiden Spiele zwischen den beiden Mannschaften gewann Portugal 3:1. Am 24. März 2022 qualifizierten sie sich dadurch für die WM 2022. Der einzige Sieg der Türken in den letzten Jahren gelang am 2. Juni 2012 in Lissabon (3:1).

Spielt Güler von Anfang an?

Am Freitag waren alle Augen und Ohren auf Montella gerichtet. In der Spieltagskonferenz konnte oder wollte er keine Einsatzgarantie für Jungstar Güler geben. Es könnte daher tatsächlich sein, dass er heute erstmal „nur“ von der Bank kommt. In rund einer Stunde wird das Geheimnis gelüftet, wenn die Aufstellungen bekanntgegeben werden.

Schiedsrichter aus Berlin

Der Schiedsrichter der Partie kommt übrigens aus Berlin. Felix Zwayer wird seinen zweiten Einsatz bei der EM haben. Am vergangenen Samstag leitete er im Stadion des BVB bereits das Duell zwischen Italien und Albanien (2:1).

dpa/dtj