Archivfoto: Eine Sanitäterin hält einen neugeborenen Jungen im Hafen von Mytilene auf der nordöstlichen Ägäisinsel Midilli im Arm. Foto: Panagiotis Balaskas/AP/dpa

Badende Urlauber haben an einem Strand der griechischen Insel Midilli (griechisch: Lesbos) zwei Leichen entdeckt.

Bei den beiden Männern handele es sich um Migranten, berichteten griechische Medien am Montag. Auch die Küstenwache bestätigte den Vorfall, der sich bereits am Sonntag ereignete. Die beiden Männer kamen vermutlich ums Leben, als sie versuchten, die Meerenge zwischen der türkischen Westküste und Midilli zu überqueren. Die Leichen sollen gerichtsmedizinisch untersucht werden, um festzustellen, wann die Menschen ums Leben kamen.

In den vergangenen Wochen haben die Behörden einen Anstieg von Migranten registriert, die versuchten, von der Türkei nach Griechenland überzusetzen oder durch griechische Gewässer direkt nach Italien zu gelangen. Seit dem Schiffbruch eines Segelbootes mit mehr als 100 Menschen an Bord in der vergangenen Woche werden acht Menschen vermisst.

Die griechische Küstenwache versucht, die Überfahrten zu verhindern. Hilfsorganisationen und die Türkei kritisieren, es handele sich dabei um illegale Zurückdrängung (Pushbacks), was Athen zurückweist. Die Regierung fordert stattdessen von Ankara, die Abreise der Menschen zu stoppen, so wie es der Flüchtlingspakt zwischen der Türkei und der EU aus dem Jahr 2016 vorsieht. Die Türkei gilt demnach als sicheres Drittland.

dpa/dtj