Archivfoto: Griechische Soldaten überwachen am Meriç die Grenze zur Türkei. Foto: dpa

Knapp 40 Migranten stecken seit Tagen auf einer kleinen Insel mitten im griechisch-türkischen Grenzfluss Meriç (griechisch: Evros) fest.

Die Menschen müssten dringend in Sicherheit gebracht werden, forderten am Sonntag griechische Parlamentsabgeordnete sowie Menschenrechtsorganisationen. Die griechische Polizei erklärte jedoch, die Kleininsel liege auf der türkischen Seite der Grenze. „Die Dienststellen der (griechischen) Streitkräfte weisen darauf hin, dass es sich um einen Punkt außerhalb des griechischen Hoheitsgebiets handelt“, teilte die griechische Polizei am Sonntagabend mit. Die türkischen Behörden seien bereits zwei Mal informiert worden, hätten aber bislang nicht reagiert.

Nach Informationen griechischer Medien, die nicht offiziell bestätigt sind, sei in den vergangenen Tagen ein Kind allen Anzeichen nach durch einen Stich eines Skorpions auf der Kleininsel ums Leben gekommen. Weitere 39 Menschen harren dort seit fast einer Woche aus, berichtete das Nachrichtenportal Efsyn.gr am Sonntag.

Migranten aus Syrien

Die Menschen stammten aus Syrien und befürchteten, dass die türkischen Behörden sie zurück in ihre Heimat schicken könnten, sollte Griechenland und damit auch die EU sie nicht aufnehmen, hieß es im Bericht weiter.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks sind seit Jahresbeginn und bis zum 7. August 3225 Menschen aus der Türkei auf dem Landweg nach Griechenland geflüchtet.

dpa/dtj