Symbolfoto: Eine aus Syrien zurückgekehrte Frau betritt aus der Gangway einer Chartermaschine heraus einen abgeschirmten Bereich der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt. Foto: Boris Roessler/dpa

In Dänemark ist eine aus einem Gefangenenlager in Syrien heimgeholte Frau wegen Terrorvergehen zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Die 35-jährige dänische Staatsbürgerin erhielt am Freitag vor dem Gericht im westdänischen Esbjerg eine dreijährige Gefängnisstrafe, wie die zuständige Polizei mitteilte. Sie wurde demnach dafür verurteilt, ohne Erlaubnis des dänischen Staates in ein syrisches Konfliktgebiet gereist zu sein und dort die Machenschaften der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als Ehe- und Hausfrau eines beim IS aktiven Mannes gefördert zu haben. Sie hatte sich schuldig bekannt.

Die Frau, zwei weitere Mütter und ihre insgesamt 14 Kinder waren im Oktober 2021 aus einem Gefangenenlager im Nordosten Syriens zurück nach Dänemark geholt worden. Alle drei Mütter wurden daraufhin wegen Terrorvergehen angeklagt. Die 35-Jährige ist die einzige, die die Vorwürfe gestanden hat. Sie nahm das Urteil an. Die Staatsanwaltschaft kann innerhalb von 14 Tagen Berufung einlegen.

In syrischen Gefängnissen sind noch mehrere Hundert aus Europa (u.a. Schweden) stammende Inhaftierte, die sich einst dem IS anschlossen oder mit ihm sympathisierten und deswegen ausreisten. Die YPG erklärte jüngst, dass Stockholm seine „IS-Schweden“ zurückholen müsse, sich aber dagegen sträube.

dpa/dtj