Archivfoto: Angehörige der Polizei und der Border Force beobachten, wie ein Schlauchboot mit mutmaßlichen Migranten an einem Strand im Ärmelkanal ankommt. Foto: Gareth Fuller/PA Wire/dpa

In der Zeit von Januar bis April 2022 haben deutlich mehr Migranten versucht, illegal in die EU zu gelangen, als im Vorjahreszeitraum.

Auf den Hauptrouten wurden insgesamt 57.800 solcher Fälle registriert, wie die Grenzschutzagentur Frontex am Montag in Warschau mitteilte. Das waren 69 Prozent mehr als in den ersten vier Monaten 2021. Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die in die EU einreisen, werden bei dieser Statistik nicht mitgezählt, wie Frontex betonte.

Fast die Hälfte aller illegalen Grenzübertritte (27.172) wurde auf der Route über den Westbalkan verzeichnet – eine Steigerung um 130 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die meisten Menschen, die es über diese Route versuchten, kamen aus Syrien und Afghanistan.

Mehr Grenzübertritte gab es auch auf der Route über das östliche Mittelmeer – also über die Türkei nach Griechenland und Zypern. Hier registrierte Frontex 9109 Versuche, dies war ein Anstieg um 86 Prozent. Etwa die Hälfte dieser illegalen Grenzübertritte waren Einreiseversuche nach Zypern. Die meisten Migranten auf der östlichen Mittelmeerroute kamen aus Syrien, Nigeria und dem Kongo.

dpa/dtj