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"Kanalratte": Ankara bestellt wegen Kubicki-Aussage Botschafter ein

Die türkische Regierung hat einen kontroversen Tiervergleich des FDP-Vizes Wolfgang Kubicki an die Adresse des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan "aufs Schärfste" verurteilt und den deutschen Botschafter einbestellt. Die "inakzeptablen Äußerungen" seien für sein Amt als Vizepräsident des De

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Von dtj-online30. September 2022
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Die türkische Regierung hat einen kontroversen Tiervergleich des FDP-Vizes Wolfgang Kubicki an die Adresse des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan "aufs Schärfste" verurteilt und den deutschen Botschafter einbestellt. Die "inakzeptablen Äußerungen" seien für sein Amt als Vizepräsident des Deutschen Bundestages unpassend und entbehrten jeder politischer Moral und Verantwortung, teilte der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Tanju Bilgiç, mit. Man habe auch dem deutschen Botschafter "unsere starke Reaktion" zu diesem Thema mitgeteilt. Kubicki hatte Medienberichten zufolge bei einer Wahlkampfveranstaltung in Hildesheim Erdoğan im Zusammenhang mit seiner Flüchtlingspolitik als "Kanalratte" bezeichnet. Auf Nachfrage ordnete der FDP-Politiker ein: "Ich habe Herrn Erdoğan in einer Nebenbemerkung während eines Wahlkampfauftrittes in Niedersachsen 'kleine Kanalratte' genannt", teilte Kubicki mit. "Verschlagenes Wesen aus Kindergeschichten"? Eine Kanalratte sei ein kleines, niedliches, gleichwohl kluges und verschlagenes Wesen, weshalb sie auch in Kindergeschichten als Protagonistin auftrete ("Kalle Kanalratte", "Ratatouille"). Kubicki erklärte weiter, er habe diese Äußerung im Rahmen einer Ausführung über die Flüchtlingspolitik des türkischen Präsidenten getätigt. der einen für die Türkei vorteilhaften EU-Deal zur Reduzierung der Flüchtlingszahlen abgeschlossen habe. "Gleichwohl müssen wir sehen, dass die Flüchtlingswelle über die Balkanroute wieder zunimmt, was erneut Herausforderungen für die deutsche Außen- und Innenpolitik mit sich bringt", so Kubicki. dpa/dtj

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