Archivfoto: Mesut Özil hält bei seiner offiziellen Präsentation bei Başakşehir sein neues Trikot in den Händen. Am Sonntag lief er für seine neue Farben zum ersten Mal auf. Foto: Uncredited/AP/dpa

Mit Erleichterung hat Ex-Weltmeister Mesut Özil auf sein Liga-Debüt für seinen neuen Arbeitgeber reagiert. Währenddessen sorgt seine Story auf Instagram für Aufsehen.

„Es fühlt sich so gut an, endlich wieder auf dem Platz zu stehen“, schrieb der frühere Fußball-Nationalspieler nach seiner Premiere für die Profi-Mannschaft von Başakşehir. Özil war am Sonntag beim 2:0-Heimerfolg seines neuen Teams gegen Kayserispor in der 80. Minute (beim Spielstand von 2:0) eingewechselt worden. Damit endete für den 33-Jährigen eine längere Wartezeit auf den nächsten Einsatz in der Süper Lig.

Özil war im März bei seinem vorherigen Club Fenerbahçe freigestellt worden. Der Grund für den Zwist war damals nicht öffentlich gemacht worden. Zuvor hatte Clubpräsident Ali Koç allerdings beklagt, der 92-malige deutsche Nationalspieler müsse sich endlich auf seine Arbeit konzentrieren und seine geschäftlichen Angelegenheiten beiseite legen.

Uhr mit Erdoğans Unterschrift

Foto: Screenshot/Instagram

Im Juli trennte sich Fener dann von Özil. Der Mittelfeldspieler unterschrieb bei Başakşehir einen Einjahresvertrag mit der Option auf ein weiteres Jahr. Der Verein gilt als Lieblingsclub des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Auf Instagram teilte der Weltstar eine Uhr mit Erdoğans Unterschrift. Die Uhr sei ein Geschenk des Präsidenten.

Vor dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2018 in Russland war Özil wegen seiner Fotos mit dem türkischen Staatschef in die Kritik geraten. Nach dem Turnier trat er aus dem Nationalteam zurück, kritisierte den Umgang mit sich und beklagte Rassismus. Bei Özils Hochzeit im Sommer 2019 war Erdoğan Trauzeuge.

Başakşehir ist der Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Spielen gelungen. Das Team könnte zudem in der Europa Conference League antreten. Das entscheidende Playoff-Spiel für die Qualifikation zur Gruppenphase findet diesen Donnerstag statt – dann vielleicht mit mehr Minuten für den einstigen Weltstar.

dpa/dtj