Symbolfoto: Eine Passagiermaschine startet im letzten Licht des Tages vom Flughafen Frankfurt. Foto: Boris Roessler/dpa

Die Luftverkehrsbranche hofft auf rasche Ausnahmegenehmigungen deutscher Behörden für den Einsatz von etwa 2000 Arbeitskräften aus der Türkei an deutschen Flughäfen.

„Wir hoffen, dass es sehr zügig geht“, sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag auf Anfrage. Anschließend könnten die notwendigen Zuverlässigkeitsprüfungen innerhalb von etwa sechs Wochen erfolgen und die Beschäftigten bei Bodenverkehrsdiensten so noch während der Sommerreisezeit eingesetzt werden.

Flughäfen und Airlines in Deutschland und anderen Ländern Europas kämpfen mit erheblichen Personalengpässen. Nach mehr als zwei Corona-Jahren ist die Reiselust der Menschen groß. Von der Passagierkontrolle über die Flugzeugabfertigung bis hin zu den Flugbegleitern fehlen allerdings überall die Leute, die sich in der Pandemie andere Jobs gesucht haben. Zugleich hatten Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber in der Krise Stellen abgebaut. Für Abhilfe sollen nun Fachkräfte aus der Türkei sorgen.

Besonders schlimm stellt sich die Situation in Düsseldorf und Köln/Bonn dar. Dort wird an diesem Wochenende wegen der beginnenden Sommerferien in NRW mit chaotischen Zuständen gerechnet. Reisenden wird empfohlen, sich mindestens vier Stunden vor ihrem Abflug am Flughafen einzufinden.

dpa/dtj