Symbolfoto: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier tritt bei der Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag im Bundestag ans Rednerpult. Foto: Annette Riedl/dpa

Nach dem Anschlag in Istanbul hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan kondoliert. Die PKK wies derweil jegliche Verantwortung für das Attentat von sich.

„Die Nachricht von der verheerenden Explosion mitten im belebten Istanbul hat mich erschüttert“, schrieb Steinmeier laut Mitteilung des Bundespräsidialamtes vom Sonntag. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und deren Angehörigen, und meine Genesungswünsche gehen an alle Verletzten.“ Steinmeier betonte: „In diesem Moment des Schocks stehen wir Deutsche an der Seite der Bürgerinnen und Bürger Istanbuls und des türkischen Volkes.“

Bei einem Anschlag im Zentrum der türkischen Metropole Istanbul waren nach offiziellen Angaben am Sonntag mindestens sechs Menschen getötet und 81 weitere verletzt worden. 55 hätten mittlerweile das Krankenhaus verlassen, so Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Bei zwei Verletzten sei der Zustand ernst, sie befänden sich auf der Intensivstation. Präsident Erdoğan, der seine Teilnahme am morgen beginnenden G20-Gipfel in Indonesien nicht absagte, erklärte, es handle sich bei der Explosion auf der beliebten Einkaufsstraße Istiklal um einen „hinterhältigen Anschlag“. Vizepräsident Fuat Oktay sprach später auch von einem „Terroranschlag“.

Eine dringend tatverdächtige Frau wurde inzwischen festgenommen, sie soll Verbindungen zur PKK haben. Die Terrororganisation erklärte am Montagnachmittag jedoch, nicht für die Tat verantwortlich zu sein. Man greife keine Zivilisten an, der Anschlag sei womöglich der „Beginn eines dunklen Planes“.

Karakoyun verurteilt Anschlag

Auch die Außenministerin Annalena Baerbock hat nach dem Anschlag in Istanbul ihr Mitgefühl ausgedrückt. „Furchtbare Bilder kommen aus Istanbul“, erklärte die Grünen-Politikerin auf Twitter. „Meine Gedanken sind bei den Menschen, die einfach nur an einem Sonntag auf der Einkaufsstraße Istiklal flanieren wollten und nun Opfer einer schweren Explosion wurden.“

„Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer des feigen Anschlags auf der Istiklal Caddesi in Istanbul“, twitterte Grünen-Chef Omid Nouripour. „Den Verletzten wünschen ich eine schnelle Genesung.“

Die Stiftung Dialog und Bildung verurteilte den Anschlag in Istanbul ebenfalls aufs Schärfste und solidarisierte sich mit den Familien der Opfer und den vielen Verletzten. „Wir sind fassungslos“, schrieb der Vorsitzende Ercan Karakoyun. Er fungiert als Ansprechpartner für die Hizmet-Bewegung (besser bekannt als Gülen-Bewegung) in Deutschland.

dpa/dtj