Durch den Punktabzug steht Türkgücü München in der 3. Liga nun bei 15 Punkten und auf dem letzten Platz. Die Entscheidung des DFB ist noch nicht rechtskräftig. Foto: Türkgücü München

Der insolvente Drittligist Türkgücü München ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit dem Abzug von elf Punkten bestraft worden. War es das mit dem Klassenerhalt?

„Neun Punkte werden Türkgücü aufgrund des Insolvenzantrags aberkannt, den der Club Ende Januar gestellt hatte“, teilte der DFB am Freitag mit. „Weitere zwei Punkte verliert Türkgücü aufgrund eines Auflagenverstoßes.“ Türkgücü kann binnen einer Woche Einspruch einlegen. Mit 15 Punkten und elf Zählern Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz belegen die Münchner nun den letzten Rang der 3. Liga. Heute gab es zudem eine 0:2-Niederlage beim MSV Duisburg.

Bei dem Auflagenverstoß geht es laut DFB-Mitteilung darum, dass der Club eine bis Saisonende festgestellte Liquiditätslücke nur zu weniger als 50 Prozent hatte schließen können.

Verein zeigt sich überrascht

Der Verein zeigte sich laut einer Meldung auf der eigenen Internetseite überrascht, „dass trotz einer zu den vergangenen beiden Spielzeiten vergleichbaren Corona-Situation keine Strafmilderung in Kraft getreten ist. Die Vereine der 3. Liga haben durch eine Vielzahl an Einschränkungen nach wie vor mit den Auswirkungen der gegenwärtigen Pandemie zu kämpfen. Die Erwägung einer Strafmilderung wäre daher durchaus nachvollziehbar gewesen.“

In der DFB-Spielordnung ist festgehalten: „Beantragt ein Club der 3. Liga die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen sich, werden der ersten Mannschaft neun Punkte abgezogen. Maßgeblich für diese Rechtsfolge ist der Insolvenzantrag, nicht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.“

Türkgücü war erst 2020 in die 3. Liga aufgestiegen und träumte von einem Durchmarsch in die Zweite Bundesliga. Dieser Traum rückt nun wohl in weite Ferne.

dpa/dtj