Time to Help erreicht mit Kurban-Kampagne 1,5 Millionen Menschen
Die Hilfsorganisation Time to Help e. V. zieht eine positive Bilanz ihrer diesjährigen Kurban-Kampagne. Mehr als 500 Freiwillige aus Deutschland unterstützten Hilfsmaßnahmen in 23 Ländern. Im Mittelpunkt standen Familien in besonders armen Regionen Afrikas und Asiens, denen die Feier des Opferfestes ermöglicht werden sollte.
Zu einem großartigen Erfolg wurde der diesjährige Aufruf der in Offenbach am Main ansässigen Hilfsorganisation Time to Help e. V. zum Kurbanfest (deutsch: Opferfest, arabisch: Eid al-Adha). Wie ihr Geschäftsführer Cengiz Bayram mitteilte, hat die diesjährige Spendenkampagne einen Einsatz in 23 Ländern der Welt ermöglicht. Insgesamt 1,5 Millionen Menschen konnten damit erreicht werden.
Im 20. Jahr ihres Bestehens gelang es Time to Help, mehr als 500 Freiwillige aus Deutschland zu mobilisieren. Diese haben an insgesamt 450 Einsatzorten gemeinsam mit Helferinnen und Helfern vor Ort die Verteilungen der Kurbanspenden vorgenommen.
„Im Vordergrund stand das Bemühen, Familien aus den ärmsten Bevölkerungsgruppen in Ländern wie dem Tschad, Uganda, Nigeria oder dem Sudan die gemeinsame Feier des Opferfests zu ermöglichen“, erläutert Bayram. „Viele Menschen in den Communitys, die wir besucht haben, leben an der Armutsgrenze und können sich selten vollwertige Mahlzeiten leisten. Kurban sollte für sie zu einem Lichtblick in ihrem sorgenvollen Alltag werden.“
Mehr als 500 Freiwillige unterstützten Verteilungen vor Ort
Die Freiwilligen von Time to Help haben die Abläufe vor Ort begleitet und die Verteilung vor Ort persönlich unterstützt. Auf diese Weise konnte sichergestellt werden, dass alle Spendenmittel, die in Deutschland eingeworben wurden, dort ankommen, wo sie ankommen sollten. Geschäftsführer Bayram zeigte sich mit der Organisation und Umsetzung der Kurban-Kampagne zufrieden:„Jeder einzelne Cent, den unsere Spenderinnen und Spender in Deutschland zu unserer Aktion beigetragen hatten, kam geordnet, transparent und zweckgebunden bei denjenigen an, die es am nötigsten hatten.“
Manche Familien hätten zum ersten Mal in Jahren ihr Kurban-Fest mit einer Fleischmahlzeit begehen können, schildert Bayram. Er äußerte sich zufrieden darüber, dass die Freiwilligen von Time to Help gewährleisten konnten, dass die Hilfe wirkt. Es sei gelungen, vielen armen Familien Entlastung, Freude und Hoffnung zu verschaffen.
Time to Help seit 20 Jahren im Dienst für Menschen in Not
Die Kurban-Kampagne ist zu Ende, unterdessen geht die humanitäre Arbeit in aller Welt weiter. Das ganze Jahr über engagieren sich die Freiwilligen in aller Welt für Menschen in Not. Seit 2006 hat sich Time to Help dabei Schwerpunktbereiche erarbeitet, in denen die Organisation in mehreren Ländern Afrikas, Asiens und Europas Hilfe leistet.
Einer davon ist die Hunger- und Nothilfe, in deren Rahmen Time to Help Lebensmittel und Hygieneprodukte verteilt oder Reinigungsdienste leistet. Zu den Einsatzgebieten gehörten bislang bereits von Hochwasserkatastrophen betroffene Gebiete wie das Ahrtal in Deutschland, das spanische Valencia und Flutgebiete in Pakistan.
In der Nothilfe für Erdbebenopfer in der Türkei und in Marokko hat sich die Hilfsorganisation ebenso engagiert wie in der Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine. Der Bau von Wasserbrunnen in Ländern wie dem Tschad, Tansania oder Kambodscha gehört ebenso zum Portfolio von Time to Help wie Operationen gegen den Grauen Star in Nigeria.
Interreligiöser Dialog als Teil des Selbstverständnisses
Die Hilfsorganisation, die Teil der Gülen-Bewegung ist, baut Waisenhäuser und Schulbibliotheken und bietet Kurse an, die einkommensschwachen Frauen und Alleinerziehenden Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen. In allen Bereichen geschieht dies im Geiste der gesellschaftlichen Verständigung und des interreligiösen Dialogs. Auch hier macht Geschäftsführer Bayram deutlich:
„Das respektvolle und empathische Miteinander zwischen Religionsgemeinschaften und gesellschaftlichen Gruppen ist ein entscheidender Baustein für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben. Wenn wir dieses stärken, gewährleisten wir auch dauerhaft die Voraussetzungen zur Überwindung von Not und Armut.“



