Symbolfoto: Zwei Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens schließen den Sarg eines Menschen, der mit Covid-19 verstorben ist und in einem Body Bag liegt. Foto: Marijan Murat/dpa

Mit einer wachsenden Zahl der muslimischen Bevölkerung in Deutschland ist auch der Bedarf an muslimischen Notfallbegleitern in Krisenlagen gewachsen.

Das Interesse an einer Ausbildung sei rund zehn Jahre nach dem Start ungebrochen hoch, sagte eine Sprecherin der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG) in Köln der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe weit mehr Bewerber als Kursplätze. In Deutschland leben mehr als fünf Millionen Muslim:innen.

Die ehrenamtlichen Helfer:innen müssen unter anderem über den Islam und islamische Bestattungsriten Bescheid wissen, den Koran kennen und möglichst auch die Kultur des oder der Betroffenen.

Mit Unterstützung muslimischer Organisationen und der Kirchen

Die CIG hatte vor gut zehn Jahren mit Unterstützung muslimischer Organisationen und der christlichen Kirchen ein Kurskonzept entwickelt und bildet die Menschen seitdem aus.

Das Projekt finde bundesweit Beachtung, aus vielen Städten und Regionen komme der Wunsch nach einer solchen Ausbildung, sagte CIG-Geschäftsführer Thomas Lemmen. Es brauche viel mehr muslimische Notfallbegleiter:innen.

dpa/dtj