Im Fokus: Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei. Foto: Burhan Özbilici/AP/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan plant im Februar eine Reise nach Saudi-Arabien.

Der Besuch wäre sein erster in dem Königsreich seit dem Mord an dem saudischen Regierungskritiker Jamal Khashoggi in Istanbul 2018. Das Gewaltverbrechen im dortigen saudischen Konsulat hatte die ohnehin schon belasteten Beziehungen zwischen beiden Ländern weiter verschlechtert. Aus Saudi-Arabien gab es für den Besuch zunächst keine Bestätigung.

Khashoggi war von einem Spezialkommando aus Riad getötet worden, was weltweit Schlagzeilen machte. In der Türkei läuft weiterhin ein Prozess gegen mehrere saudische Angeklagte. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind auch durch andere Konflikte belastet, so etwa die Kriege in Syrien und Libyen. Zudem warfen Riad und andere Staaten der Region der Türkei immer wieder vor, terroristische Gruppen wie die islamistische Muslimbruderschaft zu unterstützen.

Auch mit Abu Dhabi angenähert

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu war nach langer diplomatischer Eiszeit im Mai 2021 nach Saudi-Arabien gereist. Beide Seiten verkündeten damals, ihre Beziehungen wieder normalisieren und vertiefen zu wollen.

Auch in den Beziehungen zwischen Ankara und den Vereinigten Arabischen Emiraten stehen die Zeichen wieder auf Annäherung. Im November war der Kronprinz Abu Dhabis, Mohammed bin Sajid al-Nahjan, zu Besuch in Ankara. Beide Staaten unterzeichneten Kooperationsabkommen.

dpa/dtj