Archivfoto: In der Nähe von Velika Kladusa, Bosnien und Herzogewina, versuchen Flüchtlinge die kroatische Grenze zu erreichen. Foto: dpa / NurPhoto / Maciej Luczniewski

Bosnien zählt in Sachen Flucht nach Europa zu den wichtigen Transitländern auf dem Balkan. Dort endete eine Schießerei unter Migranten mit einem Toten.

Im Zentrum der bosnischen Stadt Bihac haben sich am Freitagabend zwei Gruppen von Migranten eine Schießerei geliefert. Dabei wurden ein Mensch getötet und ein weiterer schwer verletzt, wie ein Sprecher der Polizei dem Nachrichtenportal klix.ba am Samstag bestätigte. Die Stadt liegt im Nordwesten Bosnien-Herzegowinas. Die Migranten stammen vermutlich aus Afghanistan und Pakistan. Die Fahndung nach den Schützen dauerte am Samstag noch an.

Durch Bosnien verläuft ein Ableger der sogenannten Balkanroute, über die Migranten aus der Türkei nach Westeuropa zu gelangen versuchen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR stecken derzeit etwa 4000 in dem Balkanland fest. Die meisten warten im Kanton Una-Sana mit der Hauptstadt Bihac auf eine Gelegenheit, um sich über die nahe gelegene „grüne“ Grenze ins EU-Land Kroatien durchzuschlagen.

dpa/dtj