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Panorama

Türkische Mafia in Italien zerschlagen

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Italienische und türkische Behörden arbeiteten eng zusammen, um dem Netzwerk das Handwerk zu legen. Auch Interpol unterstützte die Ermittlungen. Foto: Polizia Di Stato/dpa
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Bei einer großangelegten Razzia hat die italienische Polizei das kriminelle Netzwerk einer türkischen Mafia-Gruppierung in Italien zerschlagen. 19 Menschen türkischer Herkunft, die in Italien, der Schweiz, Deutschland und der Türkei leben, seien am Mittwoch festgenommen worden.

Im Fokus der Ermittler stand demnach der Kopf der kriminellen Gruppe, nach der auch in der Türkei unter anderem wegen mehrerer Morde gefahndet worden war. An der Aktion waren auch Einsatzkräfte von Interpol beteiligt. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Mitglieder einer bewaffneten Bande zu sein, die terroristische Zwecke verfolge, teilte die Polizei weiter mit.

Es geht demnach aber auch um den Besitz von Waffen und Sprengstoff, internationalen Drogenhandel, Mord und Beihilfe zur illegalen Einwanderung. Die Ermittler kamen den 19 Festgenommen dank komplexer Telefon- und Videoüberwachung auf die Spur.

Ermordung in Berlin von Italien aus geplant?

Die italienische Polizei konnte sich dabei nach eigenen Angaben auf die Kooperation mit den Behörden in der Schweiz und Türkei verlassen. Der Anführer der Mafia-Bande wurde bereits im Sommer 2022 in Italien erstmals festgenommen, wurde dann aber unter Hausarrest gestellt und bekam eine elektronische Fußfessel. Eine Auslieferung in die Türkei lehnte Italien damals ab.

„Mafia, komm raus!“ in der Türkei: Spuren führen bis nach Deutschland

Während der aktuellen Ermittlungen fanden die Behörden nach eigenen Angaben heraus, dass der Mann von seinem Haus aus sein Netzwerk weiter koordinierte. Er soll die Einreise von Migranten sowie Drogenhandel organisiert haben. Außerdem soll er von Italien aus die Ermordung eines türkischen Staatsbürgers in Berlin und einen Anschlag auf eine Fabrik in der Türkei angewiesen haben.

dpa/dtj