21.07.2022, Irak, Bagdad: Irakische Sicherheitskräfte stehen vor der türkischen Botschaft Wache. Dort versammelten sich letzte Woche Demonstranten, um nach dem Artillerieangriff auf die nordirakische Kurdenregion zu protestieren. Die Türkei wies die Verantwortung für den Angriff von sich. Foto: Ameer Al-Mohammedawi/dpa

Nach dem Artillerieangriff im Nordirak vor einer Woche haben am Mittwochvormittag Unbekannte das türkische Konsulat in der nordirakischen Stadt Erbil beschossen.

Auch eine Militärbasis der Türkei sei im Nordirak in der Nacht zu Mittwoch von Raketen getroffen worden, hieß es aus irakischen Sicherheitskreisen. Demnach gab es keine Opfer in der kurdischen Autonomieregion, nur Sachschaden.

Das türkische Außenministerium verurteilte den Angriff und forderte von den irakischen Behörden, ihre diplomatischen Vertretungen zu schützen. Die Türkei forderte außerdem wiederholt, dass der Irak gegen Terroristen in der Region, die eine Gefahr für Nachbarländer wie eben die Türkei darstellten, vorgehen solle.

Vor einer Woche hatte Artilleriebeschuss in einer Touristenregion in Kurdistan im Nordirak mehrere Todesopfer gefordert. Der Irak beschuldigte die Türkei, dafür verantwortlich zu sein. Der Angriff hatte zu diplomatischen Spannungen der Nachbarländer geführt. Die Türkei unterhält seit 2016 mehrere Militärposten im Nordirak. Die Regierung in Ankara begründet die Militärpräsenz in der Region mit ihrem Kampf gegen die terroristische PKK.

dpa/dtj