In den Aussagen von Yusuf Nazik, dem Planer des Reyhanlı-Attentats, wurde Mehmet Gezer (vorne in der Mitte) als Auftraggeber bezeichnet. Foto: Emniyet Genel Müdürlüğü

Die USA haben einen Terrorverdächtigen an die Türkei ausgeliefert. Er sei für den Reyhanlı-Anschlag im Jahr 2013 verantwortlich.

Der 55-Jährige, der in den USA inhaftiert war, sei am Donnerstag nach Istanbul gebracht worden, teilte das türkische Innenministerium mit. Er soll den Auftrag für einen Anschlag im Jahr 2013 im südtürkischen Reyhanlı an der Grenze zu Syrien gegeben haben, hieß es.

Der Verdächtige wurde in der Türkei nach Angaben des Ministeriums unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gesucht. International lag demnach ein Haftbefehl wegen Drogenhandels vor. Der in der Türkei geborene Mann sei in Begleitung von US-Beamten nach Istanbul gebracht worden und am Flughafen von der Anti-Terror-Polizei zur Befragung abgeholt worden.

Bei dem Autobombenanschlag im Mai 2013 im türkischen Grenzort Reyhanlı waren 53 Menschen getötet worden, darunter fünf Kinder. Ankara hatte türkische Linksextremisten mit Kontakten zur syrischen Regierung für das Attentat verantwortlich gemacht. Im Zusammenhang mit dem Anschlag waren in der Türkei bereits zwei Personen zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

dpa/dtj