Der Felsendom (Kubbet'üs-Sahra oder Ömer Moschee) in Jerusalem ist der älteste monumentale Sakralbau des Islams. Foto: pexels

Die hessische SPD hat einen Beitrag zum jüdischen Feiertag Jom Kippur mit einem islamischen Heiligtum bebildert – und sich nach dem Löschen für den Fehler entschuldigt.

Zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hatten Partei und Fraktion allen Jüdinnen und Juden auf Facebook und Instagram „Gmar Chatima tova“ (zu Deutsch: „Möge deine Einschreibung (in das Buch des Lebens) gut abgeschlossen werden“) gewünscht.

Dazu postete die SPD ein Foto des Felsendoms auf dem Tempelberg in Jerusalem – ein islamischer Schrein. Über den Vorfall hatten zuvor die „Bild-Zeitung“ und der Hessische Rundfunk online berichtet.

„Uns ist etwas unterirdisch Dummes passiert“

Trotz der Prüfung durch mehrere Mitarbeiter sei niemandem aufgefallen, dass das Foto keine Synagoge, sondern eines der größten islamischen Bauwerke zeige, erklärte ein SPD-Sprecher. Nachdem die SPD durch kritische Kommentare zu dem Post auf den Fehler aufmerksam geworden sei, sei der Beitrag aus den Kanälen gelöscht worden.

Daraufhin folgte auch eine Entschuldigung über den Twitter-Account. „Uns ist etwas unterirdisch Dummes passiert, für das wir zu Recht hart kritisiert werden“, heißt es in dem Post auf dem gemeinsamen Account von Partei und Fraktion.

dpa/dtj