Film/Kultur/Religion

Trauer um Erkin Koray: Türkische Rocklegende stirbt im Alter von 82 Jahren

  • August 9, 2023
  • 2 min read
  • 2020Anzeigen
Trauer um Erkin Koray: Türkische Rocklegende stirbt im Alter von 82 Jahren

Die türkische Musikwelt trauert um einen ihrer Größten: Erkin Koray. Die Anadolu-Rock-Legende verstarb im Alter von 82 Jahren. Der Musiker, der auch als „Vater Anatoliens“ bekannt war, hatte auch eine enge Verbindung zu Deutschland.

Erkin Koray ist tot.  Der „Vater Anatoliens“ verstarb am Montag im kanadischen Toronto, wo er seine letzten Lebensjahre verbracht hatte. Die Anadolu-Rock-Legende war zuvor in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Damla Koray verabschiedete sich via Instagram mit einem emotionalen Statement von ihrem Vater. Sie hob hervor, dass er zwar nicht mehr physisch präsent sei, seine Musik aber unvergessen in den Herzen von Millionen Menschen weiterleben werde.

Geboren am 24. Juni 1941 in Istanbul, zeigte Koray schon früh eine Leidenschaft für Musik. Seine musikalische Reise begann mit Klavierunterricht bei seiner Mutter Vecihe. Kurz darauf entdeckte er seine Faszination für Saiteninstrumente und fokussierte sich auf die Gitarre. Im Jugendalter setzte er seine musikalische Ausbildung an der Deutschen Schule in Istanbul fort.

Ein Vermächtnis, das weiterlebt

Korays enge Verbindung zu Deutschland begann während dieser Zeit. In Hamburg entwickelte er seine Fähigkeiten weiter und arbeitete mit der deutschen Band „The Hiccups“ zusammen. Dabei prägte er seinen eigenen Stil, den „Elektro bağlama“. In den 1960er-Jahren wurde Koray zu einer Schlüsselfigur des türkischen Rocks.

Seine Teilnahme am „Altın Mikrofon“-Wettbewerb 1968 brachte ihm landesweite Aufmerksamkeit. Mit Songs wie „Anma Arkadaş“ und „Hop Hop Gelsin“ erreichte er die Massen. Trotz finanzieller Herausforderungen und Problemen mit seiner Plattenfirma blieb er seiner Leidenschaft treu und brachte in den 1990er-Jahren das Album „Gün Ola Harman Ola“ heraus. Nun ist er in Kanada friedlich eingeschlafen.

About Author

dtj-online